Reise-ABC Fidschi

Die Republik Fidschi ist ein Inselstaat im Südpazifik. Der größte Flughafen liegt in Nadi an der Westküste, die Hauptstadt Suva jedoch im Südosten der Insel. Auf einer Fläche von 18.333 Quadratkilometern befinden sich 332 zugehörige Inseln von denen nur 110 bewohnt sind. Die Hauptinseln Viti Levu und Vanua Levu decken dabei den größten Teil der Fläche ab. Die beliebtesten Touristenziele sind die Inselgruppen der Yasawas und Mamanucas im Nordwesten.

 

Hier nochmal einen Überblick, was wir alles auf Fiji erlebt haben, sowie die Links zu den jeweiligen Artikeln.

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(externer Link)

 

 

Im Folgenden findet ihr eine Zusammenfassung der wichtigsten Reiseinfos sowie Preisübersichten des Landes.

 

Währung

Die Währung auf Fidschi ist der Fidschi-Dollar (FJD oder F$). Die Banknoten sind auffallend bunt und haben ein Durchsichtsfenster aus Plastik eingearbeitet. Dadurch fühlen sie sich ein bisschen wie Spielgeld an.

1 EUR = 2,4165 FJD
1 FJD = 0,41383 EUR
(Stand 7. Okt 2015)


Bargeld ist auf Fidschi unabdingbar. In kleineren Supermärkten, auf dem Markt, bei Ausflügen oder im öffentlichen Verkehr wurde nur Bargeld angenommen. In den großen Supermärkten oder für Hostels/Hotels konnten wir vor Ort oder auf den einschlägigen Buchungsseiten immer mit Kreditkarte (z.B. Mastercard "Gebuhrenfrei.com") oder Paypal zahlen.
Auf der ganzen Insel hatten wir keinerlei Probleme mit unserer Kreditkarte der "comdirect Bank" Geld an den Bankautomaten Bargeld abzuheben. Jedoch gibt es nur in den großen Orten Bankautomaten. Hier sollte man etwas vorraus planen und genug Bargeld mit sich nehmen.


Anbei findet ihr die Links zur comdirect und Mastercard "gebuhrenfrei.com" Kreditkarte. Wir nutzen die comdirect VISA zum weltweiten kostenlosen Bargeld abheben und die Mastercard "gebuhrenfrei.com" für weltweite kostenlose Bezahlung. Wir würden uns freuen, wenn ihr beim Abschließen eines Kontos/einer Kreditkarte diese Links nutzt, denn somit erhalten wir eine minimale Provision die uns hilft, den Blog am Laufen zu halten (sogenannte "Affilate-Links").

Grundnahrungsmittel

MarktUnsere Ernährung auf Fidschi war recht einfach gehalten. Das lag zum einen daran, dass man nicht überall eine Küche zum Kochen hatte, als auch daran, dass Dinge wie Butter, Aufschnitt oder Brotaufstrich nicht günstig sind. Außerdem muss man alle gekauften Dinge zusätzlich zum Gepäck auch noch von A nach B transportieren und einigermaßen kühl halten.
In einigen Hostels (Beachhouse Hostel, Mango Bay Resort) war ein einfaches Frühstück inklusive. Ansonsten gab es sehr viel frisches Obst und Gemüse vom Markt. Märkte oder kleine Stände am Straßenrand boten immer eine große Auswahl an frischem Obst (z.B. Banane, Papaya, Mango, Kokosnuss) und Gemüse (Salat, Tomate, Gurke, einheimische Wurzeln und Knollen) und vieles mehr.

Schnell und einfach waren auch die „5-Minuten Nudeln“, die wir mit etwas frischem Gemüse aufgewertet haben.

Auf dem Markt in Suva haben wir „Roti Curry“ Teigtaschen entdeckt. Die gab es mit verschiedenen Füllungen (Kartoffeln, Thunfisch oder verschiedenen Chutneys) für 0,80€ das Stück. Ein guter Sattmacher für unterwegs oder wenn man mal nicht kochen will. Die Taschen schmecken warm, als auch kalt.

Preise für Mahlzeiten in Cafés oder Restaurants waren in der Regel recht teuer. Der Grund hierfür ist, dass Fidschi ein beliebtes Ausflugsziel für australische Touristen ist und sich die Preise an deren Lebenstandard und Einkommen orientieren. Ähnliches gilt auch für Attraktionen und Ausflugsangebote (siehe Abschnitt "Kultur").

Für eine ungefähre preisliche Vorstellung haben wir versucht ein paar Grundnahrungsmittel und Dinge, von denen wir uns unterwegs gern ernähren zu recherchieren und die Preise zu vergleichen. Um zu sparen, achten wir vor allem auf Angebotspreise oder versuchen die Hausmarke des jeweiligen Supermarktes zu kaufen. Bei vielen Lebensmitteln haben wir uns auch für einen Durchschnittspreis entschieden, wenn z.B. die Hausmarke 2€ und das Markenprodukt 3€ kostet.


Essen:

Artikel

Preis in FJD (August `15) Preis in EUR
Butter 250g 4,50 1,94
Nudeln 500g 5,00 2,15
Eier 12 Stk. 5,00 2,15
5min China Nudeln 5 Stk. 2,80 1,21
Kekse 2,50 1,08
Gesalzene Nüsse 100g 1,99 0,86
Kaffee 50g 5,00 2,15


Getränke:
Wasser war in den großen Städten in der Regel aus dem Hahn trinkbar. In kleineren Lodges, Hostels oder auf der Insel gab es oft die Möglichkeit das Regenwasser aus der Tonne zu nutzen. Einfach nachfragen spart den Wassereinkauf.

 Artikel Preis in FJD (August `15) Preis in EUR 
Wasser 1,5 l 1,65 0,71
Wasser 3,0 l 3,99 1,72
Saft 1,0 l 4,00 1,72
Milch 1,0 l 3,00 1,29
Cola 2,2 l 3,50 1,51

 

Übernachtung

UebernachtungDie Preise für eine Übernachtung variieren stark, je nach Angebot/Nachfrage, Destination und Ausstattung. Wir haben lediglich in der Nähe vom Flughafen Nadi Erfolg mit Couchsurfing gehabt. Ansonsten schliefen wir in Hostels oder kleineren Lodges im Schlafsaal, oder auch mal im Doppelzimmer. Auf Nananu-i-Ra hatten wir Erfolg mit einer günstigen Airbnb-Übernachtung.

Schlafsaal (meist 4-6 Personen): 15€ - 20€ p.P.

DZ in einer Lodge: 30€-40€ pro Nacht

 

Transport

TransportWir haben während der Zeit auf Fidschi kein Auto gemietet. Der öffentliche Verkehr per Bus ist sehr gut ausgebaut. In der Regel klappt es, sich einfach an die Straße oder die nächste Bushaltestelle zu begeben und den nächsten Minibus oder größeren Bus per Handzeichen anzuhalten. Kurze, lokale Verbindungen kosten ca. 0,50€ - 1€ pro 15min Fahrt. Gezahlt wird CASH beim Einsteigen beim Busfahrer (Einheimische zahlen oft auch erst beim Aussteigen, ein System ließ sich nicht wirklich erkennen). Manchmal gibt es ein Papierticket, in der Regel aber eher nicht. Zum Aussteigen genügt es an der gewünschten Stelle die Klingel zu betätigen und der Busfahrer hält. Es ist durchaus üblich, dass der nächste Mitfahrer 50 Meter weiter nochmal klingelt um direkt neben seinem Auto auszusteigen. Daher kommt es auch vor, dass der Busfahrer Haltestellen überspringt, wenn gerade keiner aussteigen möchte bzw. einfach im Nirgendwo anhält.
Die Haltestellen haben keine Namen und in den Bussen gibt es natürlich auch keine Ansagen. Also entweder den Beifahrer fragen oder dem Busfahrer beim Einsteigen Bescheid geben. Die Busse werden in der Regel durch offene Fenster klimatisiert. Es war nicht ungewöhnlich, dass in den lokalen Bussen laute Musik lief.

Längere Verbindungen (z.B. in die nächste große Stadt) starten und enden am lokalen Busbahnhof. Hier gibt es langsame Busse, die an jeder Stelle halten, wo jemand klingelt, als auch Express-Busse. Die Preise variieren je nach Strecke und werden euch beim Ticketkauf am Schalter des Busbahnhofs oder direkt beim Einsteigen mitgeteilt. Wir haben ca. 3€ - 5€ für 1 - 1,5h Fahrt gezahlt. Diese Busse sind etwas moderner und besitzen meist eine Klimaanlage, sowie einen Fernseher (hier wird dann in der Regel irgendein alter Spielfilm gezeigt). Meistens machen die Busfahrer eine kurze Pause auf der Hälfte der Strecke.

Bootsfahrten zu den bekannten Inselgruppen Mamanucas oder Yasawas dauern ein bis zwei Stunden und belasten das Reisebudget ab 35€ pro Person und Richtung. Start ist der Hafen in Port Denerau, ca. 15 Minuten per Bus von Nadi. Wollt ihr noch mehr Inselgruppen und einzelne Inseln erkunden, solltet ihr euch den „Bula Pass“ anschauen. Damit könnt ihr bis zu 20 Inseln und 30 verschiedene Resorts ansteuern (5 Tage ab 160€, ohne Übernachtung und Verpflegung). Auch Flüge auf die verschiedenen Inseln sind ab Nadi möglich. Hierzu schaut ihr euch am Besten mal bei der Facebookgruppe "Fijii Backpacker" um oder befragt das Netz.
Andere Inseln zu besuchen ist definitiv ein teureres Unterfangen als Viti Levu zu bereisen, da es dort keinerlei Versorgung mit Supermärkten gibt. Selbst wenn ihr in Hostels günstige Schlafsäle bekommt, müssen so genannte „Meal-Deals“ hinzugebucht werden um euch zu verpflegen.

 

Kultur

MuseumWir müssen ehrlich gestehen, dass das Kulturprogramm auf Fidschi unsererseits relativ schwach ausfiel. Lediglich einen Tempel in Nadi (2,50€ p.P.) und das Fidschi Museum in Suva (3€ p.P.) standen auf der Besuchsliste. Außerdem wanderten wir in den beiden Nationalparks „Sand Dunes“ (Sigatoka) und „Koroyanitu“ (Lautoka).

Attraktionen wie eine Kava-Zeremonie, ein typisches Essen oder das Erlebnis eines Eingeborenendorfes waren uns persönlich zu teuer. In unserer Couchsurfing-Familie in Nadi hatten wir das Glück an einem typischen Abendessen teilhaben zu dürfen. Die Kava Zeremonie bekamen wir eher zufällig im Vatia Beach Eco Resort bei Tavua mit.

Wie in jeder touristischen Destination müssen Ausflüge bzw. Ausflugspakete teuer bezahlt werden. Man kann etwas Geld sparen, indem man versucht auf eigene Faust zu organisieren, Einheimische anzusprechen oder einfach in z.B. ein „Eingeborenendorf“ fährt.

Unser Beispiel dafür: Der Koroyanitu Nationalpark mit dem traditionellen Fidschi-Dorf „Abaca“ wird als Touristenpaket mit Abholung, Essen, Kava-Zeremonie und einer Wanderung auf den Berg verkauft (manche auch mit Übernachtung). Das kostet ca. 200€ p.P. ohne Übernachtung. Wir haben uns in Reisebüros in Lautoka umgehört ob wir nur dorthin einen Transport buchen können und man bot uns diesen für ca. 32€ p.P. an bzw. ging mit dem Preis nach Handeln bis auf 21€ p.P. runter. Man muss dazu sagen, dass in den Nationalpark nur eine Schotterstraße mit riesigen Steinen führt und daher nur 4WD (4-Wheel-Drives = Allradantrieb) erlaubt sind. Wir sprachen einfach Einheimische rund um den Marktplatz von Lautoka an und fanden jemanden, der uns für 19€ p.P. am nächsten Tag nach Abaca brachte. Alles wurde mündlich und per Handschlag vereinbart und hat verlässlich geklappt.
Im Internet hatten wir versucht Recherche zur Route zu betreiben und fanden heraus, dass man die Bergbesteigung nur noch in Begleitung eines Einheimischen machen darf und hatten auch ungefähre Preisangaben von ca. 10-12€ p.P. gefunden. Dementsprechend hatten wir auch nur ca. diesen Betrag in Fidschi Dollar bei uns. Im Besucherzentrum angekommen, unser „Taxi“ war bereits wieder weg, gab es erstmal lange Gesichter und Enttäuschung. Wir sollten 13€ p.P. „Eintritt“ bezahlen, dies beinhaltete aber nicht die Bergbesteigung durch einen Einheimischen, die mit weiteren 17€ p.P. veranschlagt wurde. Diese 30€ hatten wir für uns beide als Maximalbetrag dabei und konnten auch nicht mehr bezahlen, da es in Abaca keinen Geldautomaten gibt und wir auch gar keine Kreditkarte dabei hatten. Die Einheimischen des Besucherzentrums verschwanden daraufhin um sich zu beraten und erklärten uns nach zehn Minuten, das wir einen Bergführer bekommen und starten können. Die Preisliste die im Besucherzentrum aushängt stimmte nicht mit den Angaben aus dem Netz bzw. den Auskünften der Reisebüros in Lautoka überein. Leider haben wir diese Preisliste nicht fotografiert. Informationen zu der Wanderung bekommt ihr in unserem Artikel oder hier:

http://www.exquisitefiji.com/viti-levu/viti-levu-highlands/koroyanitu-national-heritage-park/ (Preise nicht aktuell)
http://fijiguide.com/page/treking-1 (Preise nicht aktuell)

 

Telefon/Internet:

Am Flughafen erhielten wir eine kostenlose Prepaid SIM Karte von Vodafone und konnte diese im örtlichen Supermarkt mit einem Minimum von 2,50€ aufladen. Das Guthaben reichte für ca. drei Minuten Telefongespräch und eine Handvoll SMS.

Internet ist auf der Insel rar gesät und wenn verfügbar sehr teuer. Öffentliches WLAN ist nicht vorhanden. Hostels, Resorts oder Hotels stellen begrenztes Internet zur Verfügung. Bei großem Gastandrang ist das jedoch kaum noch nutzbar. Oft haben wir uns in ein Café gesetzt (z.B. Bulacchino), einen Kaffee (1,90€ für einen kleinen schwarzen Kaffee) getrunken und dann ein bis zwei Stunden im Internet gesurft. Internet Cafés (ca. 0,80€ pro Stunde) sind in den größeren Städten nicht unüblich und haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man sich damit abfinden kann an alten Rechnern, statt an seinem eigenen PC zu surfen.

 

Wäsche waschen:

In den größeren Städten gab es öffentliche Waschsalons. Waschen und Trocknen war hier für ca. 2,50€ möglich. In den Hostels oder Lodges gab es selten eine nutzbare Waschmaschine für die Gäste, daher haben wir im Waschbecken per Hand gewaschen und alles an der Luft getrocknet.

 

kussmundCarsten + Franzi

Bei Regen im Regenwald um Colo-i-Suva warteten wir diesmal eine halbe Stunde auf den Bus nach Nausori. Dort stiegen wir mal wieder in einen Expressbus, der uns direkt an der Bootswerft nach Nananu-i-Ra absetzte. Es wartete schon ein Taxi auf uns, dass wir gemeinsam mit unserem Bootstransport auf die Insel organisiert hatten. Wie sich herausstellte, hätten wir mal wieder laufen können. Wir kratzten unser letztes Kleingeld zusammen, um zu bezahlen, da wir nur noch das geplante Geld für den Bootstransfer bei uns hatten. 

Nananu Charlies Place
Wir erreichten innerhalb von zehn Minuten mit einem kleinen Boot Nananu-i-Ra und wurden total nett empfangen. Unser gebuchtes Mehrbettzimmer war nur von uns bewohnt und ein weiterer Langzeitmitbewohner, Dean aus den USA, hatte sein eigenes Schlafzimmer. Die Küche war ordentlich ausgestattet und unser Ausblick einfach traumhaft. Die Unterkunft war auf einem kleinen Hügel, sodass wir zu beiden Seiten auf Strände blickten. Unser netter Dauermieter Dean erzählte uns, was es in der Umgebung so zu sehen gab und wir entschieden uns trotz leichten Nieselregens und stürmischen Wetter noch einen Abendspaziergang zu machen und den angepriesenen Sonnenuntergangsplatz zu suchen. Wir fanden einen anderen Platz und blickten über den einsamen „Back Beach“. Wir kamen uns vollkommen allein vor, es gab nicht wirklich weitere Bewohner oder Touristen, wenngleich eine Reihe von kleinen Cottages (Ferienhäuser) und die Safari Lodge an der gleichen Stelle sind. Wir machten uns früh ins Bett und hofften auf besseres Wetter.
Wir wurden belohnt und machten morgens zuerst einen zweistündigen Strandspaziergang und genossen die Sonne, spielten mit den Tieren von Charlies Familie (also dem Vermieter), machten noch mehr Fotos und bekamen mittags sogar Essen gebracht, was die Familie extra für uns mit zubereitet hatte.

Nananu Carsten
Nananu Franzi
Tierchen
An diesem Abend fanden wir den richtigen Weg zum Sonnenuntergang, der hinter den Privathäusern einiger Cottage-Besitzer langführte. Dort war es einfach nur wunderschön, Palmen, das Meer, ein grüner Hügel. Wir versuchten eine Fotoserie mit Sprungfotos zu machen, aber wir müssen wohl nochmal bei Tino Unterricht nehmen:

Sprungfotos
Wir genossen danach einfach den Sonnenuntergang und unsere gegenseitige Gesellschaft und freuten uns unseres Lebens.

Liebe
Als wir im Halbdunkel zurückkehrten kam Moira (Charlies Schwester, die uns mittags auch das Essen gebracht hatte) aufgeregt auf uns zu. Da wären zwei Leute angekommen, die nach uns gefragt hätten, aber wohl in den Betham Cottages nebenan wohnten. Wir gingen zu unserem Zimmer zurück und fanden Michelle und Elle, unsere zwei USA Damen von der Coral Coast im Gespräch mit Dean, unserem alten Mitbewohner. Das war ein großes Hallo und eine schöne Überraschung. Wir verloren uns in endlosen Gesprächen, schauten Fotos von der Korallenküste und vom Tauchgang mit Carsten. Die beiden ließen sich am Ende dann doch von unserer Einladung zum Essen (Reste des Mittags und vom Vortag) überreden und wir konnten am Ende des Abends dann doch noch Mailadressen austauschen und ein Foto mit den beiden machen. Nananu-i-Ra war einfach unbeschreiblich friedlich und wir freuten uns trotz Abreise, dass wir uns für diesen kurzen Inseltrip entschieden hatten, auch wenn durch die Bootsanreise etwas höhere Kosten entstanden waren.

Am nächsten Morgen ging es also per Boot zurück und wir liefen zurück bis zur Straße, weil wir dort eigentlich ein kleines Dorf mit Geldautomat vermutet hatten. Zum Glück hielt Charlie, der uns übergesetzt hatte, mit einem Freund und dessen Auto nochmal an und fragte wo wir hin wollten. Wir erzählten, dass wir absolut kein Bargeld mehr hatten (also auch nicht Bus fahren konnten) und dringend einen Geldautomaten brauchten. Er lud uns erstmal ein, bis zur nächsten Tankstelle (seinem eigentlichen Ziel) mitzukommen. Die Busfahrt in den nächsten großen Ort Rakiraki kostete 0,70 Fiji Dollar pro Person. Die beiden borgten uns am Ende noch 30 Cent, die fehlten und so kamen wir nach Rakiraki und konnten endlich Geld holen und unsere weitere Reise planen, da wir auf Nananu kein Internet hatten.

Wir buchten noch schnell zwei Nächte in einem Eco-Resort eines Spaniers, auf den wir eigentlich via Couchsurfing aufmerksam geworden waren, der aber leider nicht geantwortet hatte. Wir reisten mal wieder mit dem Bus und mussten dann noch rund drei Kilometer mit unserem Gepäck laufen. Ein Stück des Weges nahm uns mal wieder ein Einheimischer mit, den Rest legten wir unter Anstrengung zu Fuß zurück und waren sehr froh, als wir endlich ankamen. Die Anlage liegt in totaler Abgeschiedenheit, neben uns gab es noch vier andere Gäste und man lernte sich schnell kennen. Kochen war hier leider nicht möglich, stattdessen bekamen wir das gleiche Essen wie die drei Angestellten. Es gab selbst gefangene kleine Fische, eine Dal Suppe mit Kichererbsen und Linsen, Reis und ein bisschen scharfe Salsa über dem Fisch. Wir hatten eine angenehme Unterhaltung mit dem Briten Nick, der mittlerweile als Englischlehrer in Spanien lebt und sich gerade eine Auszeit vom Job nimmt. Später stießen auch die sehr lustigen Angestellten zu uns und wir konnten endlich unseren ersten Kava probieren.

vatiabeach abends
Kava ist das Nationalgetränk auf Fiji und wird meist in geselliger Runde eingenommen. Kava erzeugt ein leichtes Taubheitsgefühl auf der Zunge und wirkt auf viele wohl wie Alkohol, sodass man sich nach (sehr großen Mengen) etwas benebelt fühlt. Wir hatten während der ganzen Rundreise immer wieder von diesem „Matschwasser“ gehört. Wie man Kava trinkt könnt ihr im Video sehen und wie es geschmeckt hat, könnt ihr ja mal versuchen an Carstens Gesicht abzulesen.




Wenn ihr noch sehen wollt, wie das Getränk hergestellt wird könnt ihr hier nachschauen.

Unser zweiter Tag am Vatia Beach verlief ganz entspannt, mit lustigen Gesprächen und ähnlich wie der erste Abend mit leckerem Essen, Kava und netten neuen Gästen.
Langsam ging es auf das Ende unserer Fiji Zeit zu und die Abreise nach Lautoka stand an. Wir teilten uns mit einem finnischen Anthropologen ein Taxi in die nächste Stadt und fuhren von dort mit dem Bus bis nach Lautoka. Das spannendste unterwegs waren die unzähligen Zuckerrohrplantagen und dank einer derzeitigen Umleitung der Straße kamen wir ganz dicht an der größten Zuckerrohrfabrik Fijis vorbei.

Zuckerrohrfabrik
In Lautoka angekommen mussten wir erstmal eine Unterkunft suchen und leider am Ende mit einem etwas heruntergekommenen und von Käfern besiedeltem, teuren Zimmer Vorlieb nehmen, da andere Hotels noch viel teurer gewesen wären und wir eigentlich nur hier waren, weil wir an dem Zwischentag eine kleine Bergbesteigung in Abaca geplant hatten. Da wir auch in Vatia Beach nur eingeschränkt Internet hatten, war der Ausflug noch nicht geplant. Wir fragten uns in den Vermittlungsbüros durch, aber die Anreise nach Abaca kam uns doch sehr teuer vor. Am Ende landeten wir bei einem Einheimischen, den Carsten auf der Straße empfohlen bekam und nur per Handschlag verabredeten wir uns für den nächsten Tag. In Lautoka selbst gibt es leider nichts Sehenswertes und wir entschieden uns trotz kühlerer Temperatur für ein Picknick draußen, da wir nicht mehr Zeit als nötig bei den Käfern verbringen wollten.

Am nächsten Tag klappte alles und wir brauchten ca. eine dreiviertel Stunde über Stock, Stein und Schotter bis nach Abaca. Dort angekommen folgten wieder Diskussionen zum Geld, da alles deutlich teurer als im Netz angepriesen war. Die meisten Touristen buchen einen Ausflug als Komplettpaket und haben dadurch weniger Probleme, aber wir fanden, dass wir nicht unbedingt ein Essen in Familie und eine weitere Kava-Zeremonie brauchten. Wir wollten nur Wandern gehen.

Nach einigem Hin und Her akzeptierte man unser verbliebenes Geld und suchte einen „Bergführer“ für uns. Diese Wanderung darf leider nicht allein durchgeführt werden und ist nur mit Einheimischen anzutreten. Wir waren etwas erstaunt als eine kleine Fijianerin mit Cappi und Flipflops vor uns stand und ich war erleichtert und dachte „so schlimm kann die Wanderung dann ja nicht sein“. Für den Aufstieg waren zwei Stunden angesetzt und für den Abstieg eine. Unsere Führerin legte einen Affenzahn vor und wir mussten immer wieder anhalten, um nach Luft zu schnappen und Wasser zu trinken.

Abaca up
Der Weg war unglaublich beschwerlich. Am Anfang durch Wiesen, später durch den Regenwald. Wir hatten unsere liebe Mühe über Stock und Stein, durch Geäst und ich glaube ich habe nur durchgehalten, weil diese kleine Frau mit Flipflops so erstaunlich flink vor uns davonlief und ich mir schlecht vorkam, immer wieder Pausen zu brauchen.
Auf dem Berg angekommen waren wir beide unglaublich stolz es geschafft zu haben. Die Aussicht war einmalig. Leider war es recht wolkig und wir konnten die Yasawa Inseln leider nur im Nebel liegend sehen. Könnt ihr sie entdecken?

abaca hilltop
Es gab eine kleine Hütte, auf der man theoretisch auch übernachten kann. Wir machten für eine halbe Stunde Pause, aßen unser Mittag und legten die Beine etwas hoch. Eigentlich noch nicht wieder fit sollte es wieder nach unten gehen. Zum Glück verlängerte sich unsere Pause etwas, da es wohl doch noch jemand gewagt hatte. Ein Amerikaner war mit einem Fijianer, ebenfalls in Flipflops, bereits auf dem Rückweg. Vor dem Abstieg ging es noch zehn Minuten an einen weiteren Aussichtspunkt und von dort dann über die Hütte zurück nach unten. Das Tempo war ähnlich schnell und wir hielten uns beide immer wieder an Bäumen fest und verloren ab und zu, trotz fester Wanderschuhe, den Halt, während unsere Fjii mit verschränkten Armen auf dem Rücken nach unten lief und wir irgendwann nur noch lachend den Kopf schüttelten. Nach etwas mehr als vier Stunden waren wir zurück in Abaca und warteten erschöpft auf unseren Einheimischen für die Rückfahrt.

abaca down
abaca track
Für die letzte Nacht vor dem Weiterflug nach Australien hatten wir uns erneut bei Lei und ihrer Familie in Namaka einquartiert und fuhren ein letztes Mal mit dem Bus von Lautoka in Richtung Nadi. Am Busbahnhof trafen wir noch lustigerweise auf Nick, der mit einem der Angestellten des Vatia Beach und dessen Familie auf dem Weg zu einem Rugby Spiel in Nadi war. Wir hatten noch ein nettes kurzes Gespräch im Bus. Bei Lei trafen wir erneut auf Linda, die mit uns vor zwei Wochen schon das Zimmer teilte. Der Abend verging mit lustigen Erzählungen, was man so erlebt hatte und dem Kennenlernen eines weiteren netten Couchsurfers. Wir verabschiedeten uns von allen, da wir bereits um sieben Uhr morgens auf dem Weg zum Flughafen sein mussten.
Ein letztes Mal Busfahren und schon waren wir wieder am Flughafen. Wir freuen uns sehr auf Australien und denken mit einem breiten Lächeln an unsere tolle Zeit und all die Erlebnisse auf Fiji zurück.

Für mehr Infos zur Versorgung und den Kosten auf Fiji werden wir demnächst noch einen gesonderten Artikel schreiben. Ansonsten könnt ihr uns gern jeder Zeit mit Fragen kontaktieren oder hier in den Kommentaren schreiben.


kussmundFranzi

Fidschis Hauptstadt Suva und der Regenwald

Den Morgen genossen wir noch im Mango Bay Resort, auch wenn es etwas bewölkter und frischer war, als die Tage zuvor. Gegen Mittag brachen wir schließlich auf und wurden von einem netten Hotelmitarbeiter zurück zur Straße gebracht, wo angeblich ein Expressbus ein paar Minuten später halten sollte. Die großen, extrem klimatisierten Busse sind im Übrigen die Einzigen, die einen wirklichen Fahrplan besitzen (über die Einhaltung dieser Zeiten brauche ich wohl nix schreiben…). Wir warteten mehrere Minuten und fanden einen netten Minibus Fahrer, der anhielt und uns als erste Gäste mitnahm, sodass wir genug Platz hatten für die großen Rucksäcke. Da wir etwas länger allein blieben plauderte der Fahrer sehr nett mit uns, was bisher eher nicht der Fall war. Auf dem Weg nach Suva wurde der Bus natürlich noch bis zum letzten Platz ausgeschöpft und wir können nur sagen, dass Busfahren immer extrem spannend und mit einem Lächeln für uns verbunden war. Laute Musik, Erstaunen und neugierige Blicke, was denn die Touristen im Bus machen, offene Bustüren bei 60-80km/h und ein nicht nachvollziehbares Preisgefüge prägten unsere Fahrten auf der Insel.

Nach ca. zwei Stunden Fahrt waren wir dann in Fidschis Hauptstadt Suva. Das war eindeutig zu erkennen, an jeder Menge Industrieflächen, einem großen abgesperrten Hafengebiet und auch der Busbahnhof war größer als alles, was wir bisher gesehen hatten. Man hatte uns vorgewarnt, dass Suva ebenfalls die Stadt mit den meisten Regentagen auf Fidschi ist und kurz nach unserer Ankunft fing es bereits an zu nieseln. Wir spazierten noch kurz über den riesigen Markt und aßen als Mittag ein paar Teigtaschen, gefüllt mit Thunfisch und Curry Paste. Außerdem gab es eine kleine Tüte Nüsse, die an jeder Ecke verkauft wurden und die sich besonders bei den vielen Schulkindern größter Beliebtheit erfreuten, so ähnlich wie bei uns früher eine bunte Tüte.

Da mich bereits seit ein paar Tagen Erkältungssymptome plagten wollten wir heute nur noch in unsere Unterkunft, damit ich mich ein wenig ausruhen kann. Nach einigem Suchen und der Hilfe eines netten Angestellten der Busfahrtgesellschaft fanden wir auch den richtigen Bus nach Colo-I-Suva, in die Mitte des nahegelegenen Regenwaldes, wo wir uns in der dortigen Eco Lodge eingebucht hatten. Es regnete mittlerweile durchgehend, aber das Anwesen war unglaublich beeindruckend und wirkte in diesem Wetter noch unglaublicher. 

 

EcoLodgeResort
Das Klima in unserem Zimmer entsprach allerdings auch dem des Regenwaldes, es war feucht und schwül und obwohl es eigentlich zu frisch war für den Lüfter bzw. die Klimaanlage mussten wir diese nutzen um es im Zimmer auszuhalten. Ich ruhte mich ein wenig aus, während sich Carsten umschaute. Es gibt ein Restaurant, welches alle Mahlzeiten für die Gäste zur Verfügung stellt, jedoch auch hier waren wieder die australischen Preise anzutreffen. Dafür funktionierte der Internetzugang zum ersten Mal problemlos. Den Abend verbrachten wir mit einer Asia-Nudelsuppe, da es keine Küche zum Kochen gab, sondern nur eine Nische mit Wasserkocher und Spüle. Im Anschluss war einfach nur ein wenig lesen und surfen im Bett angesagt und nebenbei dem Regen zuhören.

 

breakfast
Zum Frühstück genossen wir den malerischen Ausblick auf den Seerosenteich und den Regen. Wie immer gab es Banane und Papaya mit einem Keks und ein wenig Wasser und ein Marmeladen- oder Erdnussbutterbrot dazu. Da wir unsere Backpacks nicht wirklich vollpacken konnten war dies eigentlich unser Standardfrühstück, je nach Verfügbarkeit mit anderen Früchten, mal ein wenig Saft oder in Hotels auch Müsli aufgepeppt.

Den Vormittag verbrachten wir mit Surfen im Netz, mal wieder um die nächsten Tage zu planen und zu schauen, wo wir noch übernachten könnten oder ob sich vielleicht ein Couchsurfer gemeldet hatte. Eigentlich wollten wir hier im Regenwald eine mehrstündige Wandertour machen, bei der es zu sogenannten „Pools“ geht, also kleinen „Badelöchern“ in denen man schwimmen gehen kann. Allerdings hatte es über Nacht weiter sehr stark geregnet und nach einem Besuch beim nahegelegenen Park-Ranger bestätigte sich unsere Vermutung, heute ist kein Tag zum Wandern. Der Ranger riet davon ab und auch der Park wird früh geschlossen, da die Pfade durch den mehrtägigen Regen ganz aufgeweicht waren. Wir sollten es am nächsten Tag versuchen, aber uns war schon klar, dass die Chancen sehr gering sind, da für heute und die nächsten Tage weiterer Regen angesagt war. 

So planten wir trotz Regen den Rest unseres Tages und machten uns mit dem Minibus auf den Weg nach Suva. Dort waren wir mit einer Couchsurferin verabredet, die uns nicht zum Übernachten, sondern auf ein Mittagessen treffen wollte. Wir landeten etwas durchnässt im „Governors“, da wir vom Busbahnhof laufen wollten, statt mit dem Taxi zu fahren. Das Restaurant ist wunderschön gestaltet, mit alten gerahmten Bildern von fidschianischen Stämmen, der Geschichte der Insel und im Hauptraum mit alten und neueren Filmpostern, die auf Fidschi gedreht wurden. 

 

GovenorsSuva
Das Essen war vorzüglich, Carsten wählte eine Frittata und für mich gab es Lammbällchen mit Salat. Wir blieben ca. zwei Stunden und quatschen mit Laura, der Couchsurferin. Sie ist Amerikanerin und hat einen Expat-Vertrag des Amerikanischen Roten Kreuzes. Ein Expat, kurz für Expatriate, ist jemand, der für seinen Arbeitgeber (z.B. aus Amerika) in einem anderen Land (z.B. Fidschi) für längere Zeit arbeitet. Die Gespräche waren super interessant, denn wir hatten ja schon beobachtet, dass viele Einheimische sehr kräftig sind und besonders das Essverhalten unserer Gastfamilie am Anfang hatte uns sehr erstaunt. Laura erzählte von ihrer Aufklärungsarbeit hier vor Ort, besonders über Diabetes, die Nutzung von zu viel Salz und viel zu viel Zucker, dem massiven Fleischkonsum und vor allem der mangelnden Bewegung, sobald man die Schule verlässt. Sie und ihre Kollegen haben auf jeden Fall noch eine Menge Arbeit vor sich.

Mit dem Regen als Begleiter machten wir uns schließlich auf den Weg zum „Fiji Museum“, welches die Geschichte des Landes erzählt. Einige der Ausstellungsstücke waren sehr beeindruckend. Alte Boote, Relikte der alten Kannibalenstämme und viele Überbleibsel aus der Kolonialzeit.


FijiMuseum
Ab dem späten 18. Jahrhundert trafen die ersten Seefahrer und Kolonialherren auf Fidschi ein. Gegen Mitte des folgenden Jahrhunderts ließen durch die Missionierung die Stammesfehden und somit auch der Kannibalismus nach.


CannibalismToChristianity
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen tausende Arbeiter aus Indien, um auf den immer profitableren Zuckerrohrplantagen zu arbeiten und die meisten von ihnen blieben als Bauern oder Geschäftsmänner auf Fidschi. Der Anteil der Indo-Fidschianer und somit auch der Hinduisten beträgt ca. 40% der Bevölkerung und neben Fidschianisch und Englisch zählt auch Fidschi-Hindu zu den Amtssprachen. Über die jüngere Geschichte des Landes wird im Museum nichts berichtet, stattdessen findet man einen kleinen Bereich zur örtlichen Flora und Fauna, sowie eine Kunstausstellung mit Gemälden von Einheimischen die käuflich erworben werden können. Dieses Bild für 1.500 Fidschi Dollar (umgerechnet ca. 620€) hatte es mir besonders angetan.


paintingFijiMuseum
Nach unserem Museumsbesuch folgten wir noch dem Rat einiger Reisender, die das „Grand Pacific Hotel“ als sehenswert empfohlen hatten. Dieses sehr viktorianisch wirkende Gebäude ist ein Hotel für die betuchten Reisenden, aber erschwinglich wenn man nur das Restaurant oder die Bar besuchen möchte. Wir durften uns einfach so umschauen und Fotos machen. Wegen des grauen Wetters bringt es leider nix euch Bilder von der Terrasse mit Pool und Meerblick zu zeigen, denn man kann beides nicht mehr auseinanderhalten.


theGrandPacific
Da es weiterhin stark regnete verbrachten wir den Abend wieder in unserer Lodge, bei Asia Snack und Kokosnuss. Wir fanden heraus dass die Hauskatze dort auch Kokosnuss mag und sie ein Nimmersatt war, sahen noch einen Tausendfüßler und huschten dann ins tropische Zimmer um noch etwas zu lesen und zu entspannen. Der Regen hatte sich über Nacht leider nicht gelegt und unsere Wanderpläne sind damit buchstäblich ins Wasser gefallen, denn solchen Wassermengen ist unsere regentaugliche Kleidung nicht gewappnet. Stattdessen hatten wir uns für die nächsten Tage für eine küstennahe Insel entschieden und uns via Airbnb zwei Betten gebucht.

Bleibt dran, wenn ihr Fidschis Nationalgetränk noch nicht kennt und ein paar wundervolle Paradiesfotos sehen wollt - die zeigen wir euch im nächsten Artikel.

kussmundFranzi

Strandleben auf Fiji im Winter

Von Sigatoka ging es für uns direkt ins Beachhouse Hostel an der Coral Coast (= Korallenküste). Auf dem Weg nach Suva gab es nicht mehr sehr viele Couchsurfing Unterkünfte und daher hatten wir uns dieses Hostel im Internet ausgesucht. Es war ein kleines Paradies und wir fühlten uns sofort wohl. Wir schliefen in einem 6-Bett-Zimmer, jedoch hatten wir nur zwei weitere Mitbewohnerinnen. Elle und Michelle sind ursprünglich aus den USA und Schwestern. Michelle lebt mittlerweile in Neuseeland und so treffen sich die beiden auf Fiji, quasi halbe Strecke für jede, um gemeinsam Urlaub zu machen. Michelle weiß sehr viel über Fiji und auch diverse Hotels, Hostels und was man so machen sollte, sodass sich immer wieder interessante Gespräche ergeben.
Da wir vorher nicht wussten wie es mit einer Küche zum Kochen aussieht, hatten wir lediglich unsere Asia Snack Nudeln, die uns seit Nadi begleiteten. Den Abend verbringen wir in den Gemeinschaftsbereichen und versuchen das sehr langsame Internet mit den anderen Besuchern zu teilen. Da sich der Erfolg in Grenzen hält und wir auch ziemlich kaputt von unserer Wanderung sind fallen wir frühzeitig ins Bett.

TheBeachhouse
Am nächsten Morgen werden wir mit blauem Himmel, Sonnenschein und endlich ziemlich warmen Temperaturen belohnt und frühstücken genüsslich in der Sonne. Kontinentales Frühstück heißt im Übrigen hier: Toast, Butter, 1 Marmeladenart, Erdnussbutter, Porridge (warmer Haferflockenbrei), Kaffee und Tee. Uns reicht das aber vollkommen. Wir haben noch frisches Obst vom Markt in Sigatoka (Bananen und Papaya).

Beachhouse CundF
Nach dem Frühstück machen wir uns für einen Strandtag bereit und treffen gegenüber von unserem Zimmer: David und Cristina vom Couchsurfing. Der Tag plätschert so vor sich hin, ein wenig am Strand laufen, Volleyballspielen und um halb sechs geht die Sonne auch schon wieder unter.

SunsetSunset2
Den Abend verbringen wir mit David und Cristina und quatschen über alles Mögliche. Es gibt wieder Asia Nudeln, diesmal aufgepeppt mit etwas Spinat, den uns Elle und Michelle anboten. Mit dem Internet läuft es etwas besser und so versuchen wir die nächsten Tage bis Suva zu planen. Auf Empfehlung einiger Leute haben wir für den morgigen Tag das Mango Bay Resort gebucht. Und so gehen wir wieder nicht allzu spät schlafen. Leider ist meine Nacht auch etwas kurz, sodass ich pünktlich zum Sonnenaufgang gegen sechs Uhr schon wieder draußen mit der Kamera unterwegs bin. Dabei treffe ich lediglich die ganzen Surfer, die sich für einen großen Trip gerade sammeln. Wer selbst surft, sollte im Übrigen unbedingt im Beachhouse Hostel bleiben, denn dieses wird von ein paar australischen Surferfreunden betrieben, die die Region sehr gut kennen und gern jemanden mitnehmen oder auch hier vor Ort Surfunterricht geben.

Sunrise
Irgendwann gegen elf brechen wir in Richtung Mango Bay Resort auf und haben Elle und Michelle im Schlepptau, die unabhängig von uns für zwei Nächte dort eingebucht haben. Ein Expressbus hält und nimmt uns die Viertelstunde mit und berechnet uns dann frecherweise zwei Fiji Dollar pro Person, was viel zu viel ist. Alles protestieren hilft jedoch nichts.
Das Mango Bay liegt versteckt in einer Bucht, zu der man eigentlich noch gute 20 Minuten gelaufen wäre, aber uns kommt ein netter Hotelangestellter entgegen und wir fahren die bergige Schotterstraße entspannt mit dem Auto. Das Mango Bay ist wesentlich größer als das Beachhouse Hostel und auch wirklich mehr ein Resort, also eher etwas für längere Aufenthalte.

MangoBay
Wir bekommen einen Begrüßungsdrink und die Mitarbeiter erkundigen sich nach Namen, Herkunft und wie lange man so bleibt. Auch kochen können wir hier nicht. Wir verbringen einen weiteren Tag am Strand und auch wenn es etwas kühler ist entscheidet sich Carsten das Angebot von Elle und Michelle anzunehmen und mit den beiden Schnorcheln zu gehen. Die Ausrüstung gibt es hier im Mango Bay kostenlos auszuleihen und die drei verschwinden für fast zwei Stunden im Meer. Michelle kennt sich sehr gut aus und so kommt es, dass Carsten direkt eine Schildkröte und zwei Riffhaie in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen bekommt. Jede Menge verschiedenste Fischarten und Korallen und andere Meeresbewohner gibt es auch zu sehen, aber am meisten beeindruckt ist Carsten doch von den Riffhaien und der Anstrengung, wie weit draußen er sich doch eigentlich bewegt hat. Sein Abendessen hat er sich also redlich verdient und es gibt leckere Gemüsepasta für mich und Kartoffelbrei, Hühnchen und Gemüse für Carsten. Die Preise hier sind leider dem Preisniveau der Australier angeglichen, für die Fiji die Tourismus Destination Nummer 1 ist (so ähnlich wie für uns die Balearen). Daher nehmen wir auch keine weiteren Drinks, sondern plaudern ein wenig mit Elle und Michelle und lesen noch etwas im Zimmer (8-Bett-Schlafsaal mit nur drei anderen Gästen, die aber nicht sehr kommunikativ sind).

MangoBay Food
Unsere Strandtage gehen damit erstmal zu Ende und wir machen uns am nächsten Tag auf den Weg nach Suva. Dazu dann bald mehr im drittel Fiji Teil.

Bei Fragen zu den Aktivitäten in beiden Anlagen oder was wieviel kostet meldet euch gern bei uns.

kussmundFranzi

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, war es etwas ruhiger hier. Das lag vor allem daran, dass Internet auf Fiji nicht selbstverständlich, sehr langsam und richtig teuer ist. Einen Artikel mit Bildern hochzuladen war quasi unmöglich. Danach ging es direkt nach Sydney und wir hatten eine spannende erste Woche in Australien mit sehr vielen Aktivitäten. Jetzt verlangsamen wir unsere Reisegeschwindigkeit etwas und versuchen hier aufzuholen. Daher ab hier zwei Wochen zurückspulen: es ist Anfang August - Fiji!

Nadi und unsere fijianische Gastfamilie

Bula heißt eigentlich „hallo“ oder auch „Herzlich Willkommen“ wird aber auch in weiteren Lebenslagen verwendet, dazu später mehr. Nach einem 15 Grad runtergekühlten Flugzeug und elf Stunden Flug von LA kamen wir am Morgen des 2. August bei feuchtwarmen 22 Grad und Nieselregen in Nadi an. Nach kurzer Orientierung, Geld- und Telefonkartenbeschaffung machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg zu unserer ersten Couchsurfing Unterkunft (Couchsurfing = kostenlose Unterkunft (Couch/Bett) bei einer Privatperson). Wie von unserer Gastgeberin Lei beschrieben, waren es vom Flughafen nicht einmal zehn Minuten bis zu ihr nach Hause. Es war erst kurz nach sieben Uhr, aber die 9 jährige Phoebe, einziges Mädchen unter fünf Kids, war zum Glück schon wach und zeigte uns erstmal den Garten, mit all den Mango-, Guaven- und Bananenbäumen und erzählte uns von der Familie und ihrem Zuhause. Circa eine halbe Stunde später trauten wir uns auch rein. Lediglich eine andere Couchsurferin aus Deutschland, Linda, nahm sich unserer an und zeigte uns Schlafplatz und wo wir alles finden. Teilweise schliefen alle noch oder ignorierten uns. Wir fühlten uns ein wenig fremd und fehl am Platz und nahmen dankbar den Vorschlag an, mit Linda nach Nadi zu fahren und dort ein wenig rumzulaufen und alles zu erkunden. 

Mit dem Minibus ging es innerhalb von zehn Minuten nach Nadi in die Innenstadt, ein erster Supermarktbesuch folgte und da es Sonntag war, nur ein kleiner Einblick in die lokalen Marktstände mit frischem Obst und Gemüse. Währenddessen erzählte uns Linda was sie seit ihrer Ankunft einen Tag vorher schon so wusste und erlebt hatte. Wir besuchten danach das Bula Festival, eine Art Rummel mit Fahrgeschäften, ein paar Ständen und jeder Menge lokalem Essen. Wir liefen ein wenig weiter durch die Stadt und hörten mit einmal aus einem Hinterhof wunderschöne Chorgesänge. Den Klängen folgend, fanden wir keine Kirche, sondern eher eine Art Turnhalle in der gerade ein Sonntagsgottesdienst lief. Ein sehr freundlicher Christ erklärte uns, dass dies der Gottesdienst vor der Sonntagsschule für die Kinder ist und lud uns (trotz unangemessener kurzer Hose und Outdoorklamotten) ein, uns zu setzen und ein wenig teilzuhaben. Es wurde die ganze Zeit gesungen und die Stimmung war einfach nur unglaublich. Man konnte die Freude und manchmal auch den Schmerz der Menschen fühlen.


Ansonsten war es auf den Straßen sehr ruhig, Sonntag ist eben absoluter Kirchentag. Daher bewegten wir uns in Richtung eines kleinen Tempels den es am Rande der Stadt geben sollte. Erstaunt stellten wir fest, dass Nadi wohl doch sehr klein ist und wir vielleicht nicht wie geplant für vier Tage hier bleiben werden. 

Am Sri Siva Subramaniya Swami Tempel angekommen waren wir positiv überrascht, alles war ganz bunt, der Tempel an sich aber übersichtlich und klein (laut Touristeninformation ist es jedoch der größte Hindu Tempel der südlichen Hemisphäre). Hosen sind für Frauen ein unangemessenes Kleidungsstück, daher einen Sarong (Tuch) um die Hüften, Schuhe aus und pitsch patsch durch die Pfützen. Eine nette Hindu erklärte uns die einzelnen Schreine und deren Bedeutung, genauso wie die wunderschöne Deckenbemalung des Haupttempels. Zum Glück waren Fotos von außen erlaubt und auch wenn es regnete, war dies ein wundervolles Farbenfest und für uns als Tempelneulinge etwas wirklich Besonderes.

Tempel Nadi
Es folgte ein neuer Versuch auf dem Bulafestival und wir waren auf der Suche nach etwas zu Essen. Wir schauten uns ein wenig die Fahrgeschäfte an und liefen etwas umher. Auf Fiji wird vor allem kohlenhydratlastig gegessen und viel Fleisch konsumiert. Es gab dann als gemeinsame Portion Nudeln, mit Fleischstück, mit Würstchen, mit Ei, alles übereinander geschichtet. 

Bulafestival
Linda erklärte uns, dass sie in Namaka ein Cafe für WLAN Zugang entdeckt hatte, welches aber relativ teuer ist. Auf der Busfahrt hatten wir ein McDonalds gesehen und entschieden uns es dort mit Internetzugang zu versuchen. Aus dem Nieselregen und der erfragten Viertelstunde zu Fuß wurden dann ein Dauerregen und mindestens 40 Minuten. Auch das mit dem Internet klappte nicht, da dieses schon lange nicht mehr funktionierte. Wir fuhren das letzte Stück nach Namaka wieder mit einem Minibus und es ging erstmal zurück zu Lei’s Haus, um trockene Sachen anzuziehen. Dort angekommen stießen wir auf noch zwei Couchsurfer, David und Cristina aus Spanien. Langsam fragten wir uns wo all die Menschen schlafen sollten und lernten nun endlich auch Lei, unsere Gastgeberin, kennen. 

Der Nachmittag und Abend verliefen ruhig mit lustigen Gesprächen und kennenlernen der ganzen Fijifamilie (Oma und Opa, die Zwillinge Raanan & Shiloh (2), Anzac (3), Phoebe (9), Elijah (10), Andy (Kindermädchen), Freunde der Familie). Die Großeltern hatten ihr eigenes Schlafzimmer, wir schliefen mit Linda zu dritt in einem Zimmer und David und Cristina bekamen das letzte Schlafzimmer. Der Rest der Familie schläft in einem Bereich des Wohnzimmers, der auch tagsüber immer mit Matratzen ausgelegt ist. Das Haus, Küche und auch Toilette und Dusche (nur Kaltwasser) sind einfach, aber alles ist einigermaßen sauber und wir fallen nur noch erschöpft ins Bett. Leider haben wir vergessen Fotos zu machen, aber unser spanischer Freund David hat zumindest ein paar gemacht, damit ihr die süßen Kids mal sehen könnt. Auch wenn nur einige von euch spanisch sprechen, könnt ihr mehr schöne Fotos von David und Cristina auf ihrem Blog sehen (auch sie machen eine Weltreise): Desde Mis Alturas. Muchas Gracias David.

David und Kids Fiji

Port Denarau und der Tourismus auf Fiji

Unser zweiter Tag auf Fiji verläuft relativ unspektakulär. Wir verbringen einige Zeit in dem Café, wo es Internet gibt, um mitzuteilen, dass wir gut angekommen sind. Aber vor allem um das weitere Vorgehen zu planen, da klar ist, dass vier Tage für Nadi zu viel sind. Am frühen Nachmittag machen wir uns mit dem Minibus auf nach Port Denaurau. Von hier gehen viele Fähren auf die Yasawa und Mamanuca Inseln. Diese Inselgruppen sind besonders beliebt bei Touristen, weiße Traumstände, Schnorcheln und Tauchen bis zum Abwinken und auch einige Filme wurden hier gedreht. Leider sind diese Inseln auch ziemlich teuer und Selbstverpflegung ist nicht gestattet, mal abgesehen davon, dass es meistens keine Supermärkte oder ähnliches gibt. Wir haben hierzu viel im Vorfeld recherchiert und uns gegen einen Inseltrip entschieden. Als wir Port Denarau sehen sind wir auch froh über diese Entscheidung. Alles ist sehr schön hergerichtet, neu und modern und eine große Hotelanlage an der nächsten. Dementsprechend sind auch die Preise in Cafés, Restaurants und Bars, und auch im einzigen Supermarkt. Dieser Hafen ist klein und wirklich nur als Ablegestelle anzusehen. Aktivitäten oder Sehenswürdigkeiten fehlen und sind wohl nur über teure Tagestrips zu bekommen. Auch gegen diese Touren entscheiden wir uns, denn Ausflüge kosten meist zwischen 40€ - 150€ pro Person, was für unser Budget einfach nicht geeignet ist. 

Auf dem Rückweg zum Bus entdecken wir noch ein paar einheimische kleine Vögel mit rotem Bauch und grünem Gefieder. Während ich gebannt auf dem Gehsteig liege und auf die Vögel warte, erklärt ein netter Marine Angestellter, dass es sich um den Vogel „Kula“ handelt und dieser besonders oft in Gebüschen und Hecken lebt. 

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Zurück in Namaka haben wir einen unerwartet schönen Abend. Lei hat für uns Couchsurfer gekocht und wir sitzen mehrere Stunden am Tisch zusammen. Sie erzählt uns über ihre Arbeit als Fluglotse am Flughafen, über Fiji und gibt uns einige Tipps, was man noch so auf der Hauptinsel, Viti Levu, machen kann. Vom Essen gibt es leider wieder keine Fotos, aber es gab Berge von Kasava und Yams (Kasava ist die einheimisch Kartoffel und von der Konsistenz auch ähnlich, Yams ist ein Wurzelgemüse) mit drei verschiedenen „Soßen“: Fisch in Kokosnusswasser, Hühnchen mit Papayasoße und scharfes Rindfleisch. Traditionell isst man übrigens mit den Fingern. 

Sigatoka und die Sanddünen

Wir hatten ein Hostel für den nächsten Tag gebucht und reisten somit vormittags ab. Von Nadi gab es einen Expressbus nach Sigatoka. Das Städtchen selbst war sehr klein, es gab nur das Zentrum rund um den Busbahnhof, mit einem kleinen Markt und ein paar Geschäften. Wir wollten hier in Sigatoka die Sanddünen besuchen, die 1987 zum Nationalpark erklärt wurden. Wir beschlossen zu den Dünen zu laufen, mit Backpack, es sollten ca. 30 Minuten zu Fuß sein. Unterwegs fragten wir mehrfach Einheimische ob wir in die richtige Richtung laufen. Man erklärte uns, dass es noch ein Stück zu laufen sei und es auch einen Minibus gibt. Dieser kam aber nicht, sodass wir trotz Anstrengung weiterliefen. Mehrfach wurden wir von Taxis angehupt oder Fahrzeuge stoppten, um zu fragen, ob sie uns (gegen Bezahlung) mitnehmen sollten. Wir waren mittlerweile eine gute dreiviertel Stunde unterwegs, als ein langsam fahrender Pick-Up Truck mit Bänken an uns vorbeikam. Ich sagte zu Carsten, wenn der anhält und fragt, dann fahren wir mit. Ihr könnt euch ja denken, was passierte. Beim Einsteigen fragte der Beifahrer noch nach 1-2 Fiji Dollar, aber beim Aussteigen waren beide total nett, plauderten kurz mit uns und wünschten uns dann noch eine gute Reise. Wir waren nicht einmal fünf Minuten mit dem Auto unterwegs und hatten nichts bezahlt. 


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Der Nationalpark liegt unscheinbar an der Straße, aber es gab ein gutes Informationszentrum mit Toiletten und auch ein paar Snacks und Wasser. Wir erhielten eine kleine Wanderkarte mit vielen Optionen und Routen und entschieden uns für die große Tour, die ca. zwei Stunden dauern sollte. Wir trafen eine deutsche Praktikantin, die uns gemeinsam mit ihrem Kollegen ein wenig zur Geschichte des Nationalpark erzählte. Die Dünen sind eine wichtige Anlaufstation für Archäologen, da hier mehrfach ca. 2.600 Jahre alte Ton- und Keramikwaren gefunden wurden und auch aktuell wieder Ausgrabungen laufen. 

Wir füllten unsere Wasservorräte auf, durften unsere Backpacks im Büro der Ranger lassen und machten uns auf den Weg durch Regenwald, Wiesen, vorbei an einem einheimischen Dorf zu den Dünen. Ab hier gab es keine gekennzeichneten Wege mehr, nur ein Schild „This way up ->“ („Hier nach oben laufen“). Ich meuterte, weil ich mit jedem Schritt mehr im Boden versank und gefühlt überhaupt nicht den Berg hochkam. Stattdessen sammelte ich einfach nur Sand in meinen Schuhen und kroch auf allen Vieren nach oben. Carsten schaffte es mit Motivation, Ziehen und Schieben mich auf die Düne zu bringen und trotz ekligem Wind, mit fiesen Sandkörnern am ganzen Körper, wurden wir mit einem traumhaften Ausblick belohnt. 

Sigatoka Dschungel

Sigatoka Strand
Danach ging es direkt am Strand entlang und wir entdeckten ein paar schöne Holztipis, die Studenten als Unterschlupf gebaut hatten. 

Sigatoka tipi sanddunes
Nach ca. drei Stunden waren wir zurück in Sigatoka auf dem Markt und besorgten unsere erste Kokosnuss. Wir machten noch etwas Pause und beobachteten die Einheimischen, die gerade Feierabend machten und die Kinder, die Schulschluss hatten. Genau wie wir ruhten sie sich zum Entspannen auf einem Grünstreifen mitten in der Stadt aus. Danach ging es weiter im Bus zu unserem ersten Hostel auf Fiji. Die nächsten Tage waren Strand und Entspannen angesagt, dazu später mehr.

carsten coconut
Bei Fragen zu Fiji meldet euch gern per Kommentar. Teil 2 folgt in Kürze, also bleibt dran.

kussmundFranzi

 

 

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