Mornington Peninsula

Falls noch nicht erwähnt: Couchsurfing funktioniert in Australien ganz wunderbar. Für diejenigen die das Konzept nicht kennen hier eine kleine Einführung. Couchsurfing ist eine (weitgehend) kostenlose Plattform zur Vernetzung von Gastgebern, die ihre Couch/ihr Bett für „Surfer“, also Reisende zur Verfügung stellen - umsonst. Jeder Gastgeber und Surfer hat ein Profil, in dem er etwas zu seinen Interessen, Reisen und seinem Zuhause schreiben kann. Man kann entweder direkte Anfragen an Gastgeber stellen oder einen „Public Trip“ erstellen mit seinen Reisedaten, Reiseort und einer kleinen Nachricht, dann können Gastgeber in ihrer Region sehen, wer demnächst bei ihnen in der Umgebung ein Bett suchen könnte. Mittlerweile wird die Plattform auch für Events und Verabredungen zu Aktivitäten genutzt. Wir sind jedenfalls dankbar, dass wir auf diesem Wege nicht nur umsonst geschlafen haben, sondern tolle und interessante Personen getroffen haben, die unsere Reise bereichert haben.


Über eben einen solchen „Public Trip“ hat sich auch Chloe bei uns gemeldet und uns gefragt, ob wir nicht ein paar Tage in Frankston auf der Mornington Peninsula (ca. 30 Minuten südlich von Melbourne) verbringen wollen. Das Angebot haben wir dankend angenommen.

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Auf der Halbinsel gibt es süße kleine Dörfer, viel Weinanbau, wunderschöne Küstenstrecke am Ende der Halbinsel und ein paar aufstrebende Bierbrauereien. Wir haben es ruhig angehen lassen und das Zuhause auch für weitere Recherche, bloggen und zum Entspannen genutzt (auch wenn es bitterkalt drinnen war, weil die Australier keine Heizung im Haus haben, sondern meist nur Lüfter oder Klimaanlagen mit Warmluft). Unsere Ausflüge haben wir bis in die äußerste Spitze der Halbinsel gemacht. Dort gibt es einen kleinen Nationalpark mit etlichen Parkplätzen von denen man auf die Steilküste (Westseite) oder auf die Strandseite (östlich) schauen kann. Wir sind durch die kleinen, verschlafenen Strandorte Portsea, Sorrento in Richtung Dromana gefahren und haben statt des großen Freeways einfach die örtliche Landstraße benutzt. Wenn ihr euch in Dromana links haltet dann kommt ihr automatisch auf einen Berg (Safety Beach), von dort hat man bei guter Sicht einen traumhaften Ausblick über das Ende der Halbinsel und bis nach Melbourne. (Wir hatten eher Regenwetter, daher können wir diese Theorie leider nicht beweisen.)

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Das schönste war, dass es hier wenig Touristen gab, wir oft Aussichtspunkte für uns allein hatten, oder einen netten Plausch mit Einheimischen führen konnten, weil man uns als Touristen erkannte und ansprach.

Ein weiterer Ausflug führte uns in die „Mornington Brewery“, eine in der Region bekannte, lokale „Craft Beer“ Brauerei („craft“ = handwerklich, „beer“ = Bier). Hier gab es hervorragende Holzofenpizza und leckeres Bier. Da Carsten leider fahren musste und es mir nicht so gut ging, verlief das Biertasting eher mau und wir haben nur das Lager probiert, welches aber sehr lecker schmeckte. Große Plakate erklärten die Geschmacksrichtungen der weiteren Biersorten und wer in der Region ist, sollte auf jeden Fall einen Abend bei Pizza und Bier einplanen.

mornington brewery


Chloe und ihr Freund Brendon waren tagsüber arbeiten, aber hatten am Abend meist etwas Zeit zum Quatschen. Sie reisen auch viel und oft und meist für ein paar Monate. Auf ihre Empfehlung hin besuchten wir dann auch vor der Rückkehr nach Melbourne die „Dandenongs“. Die Region liegt ca. eine Stunde östlich von Melbourne in den Bergen.

 

Dandenongs

dandenongsQuelle und Rechte ©Melbourne’s Dandenong Ranges Official Visitor Site


Wir fuhren früh los, da war einiges sehen wollten. Da wir aus dem Süden kamen entschieden wir uns für die Route über die Dörfer Belgrave (South), Kallista, Sherbrooke, Sassafras, Olinda bis zum Zielort Mount Dandenong. In ganz Melbourne und im Netz finden sich unzählige Informationen zur Region. Wir haben nicht zuviel geplant, sondern sind einfach losgefahren. Erste Anlaufstation war ein kurzer Waldspaziergang zum Sherbrooke Wasserfall. Bereits bei der Ankunft waren wir abgelenkt von den ganzen Papageien, die hier einfach rumflogen oder im Baum saßen. Uns begegneten an diesem Tag noch einige mehr.

Dandenong voegel
Der Weg zum Wasserfall erwies sich als halber Dschungel und wir waren mal wieder froh, mit Wanderschuhen unterwegs zu sein. Aufregend am Weg war auch die totale Stille des Waldes, lediglich die wunderschönen Vogelstimmen waren unser Begleiter und so staunten wir über die Ruhe und Friedlichkeit dieses Ortes.

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Der eigentliche Wasserfall war recht klein und nicht sehr gut visibel, aber wir fanden den Ausflug trotzdem lohnenswert. Diese riesigen Bäume, Farne und die Naturbelassenheit des Ortes haben uns beeindruckt.

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Neben diesem ausgewiesenen Wanderweg gibt es in den Dandenongs unzählige kleine Wanderungen von bis zu einer Stunde, aber auch einige Rundwanderwege, die mehrere Stunden dauern und verschiedene „Attraktionen“ beeinhalten. Zur Recherche fanden wir die folgenden Seiten am Hilfreichsten:

Ein Muss und beliebte Attraktion ist auch das Dörfchen Sassafras, das im Wesentlichen aus einer Hauptstraße, Cafés, Restaurants und kleinen Einzelhändlern besteht und durch seine (auf alt getrimmte) Architektur beeindruckt. Wir haben uns gegen „nur“ Durchfahren entschieden und sind ein wenig umhergelaufen, haben uns die Geschäfte angeschaut und auch mit einigen der Inhaber gesprochen, die sehr nett und auskunftsfreudig sind. Unsere Tipps für Sassafras:

1. Sich wie ein Kind fühlen bei „Geppetto’s Workshop“ (gibt es auch in Olinda)!

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2. Hemmungslos Einrichten, Shoppen und vielleicht auch an zu Hause denken oder in meinem Fall an die beste Freundin! Smits & Bits ist leicht zu verfehlen, ihr findet den Laden direkt neben der Sassafras Sweet Co. Der Inhaber ist total nett und hat einen sehr verspielten, drolligen Hund, der die Gäste begrüßt.

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3. Schlemmen und Genießen in einem der unzähligen gemütlichen Cafés. Wir waren im Café de Beaumarchais, würden aber ebenfalls einen Blick in Miss Marple’s Tearoom oder das wiedereröffnete King Henry Arts Cafe empfehlen.

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Nach der Kaffeepause ging es dann gestärkt zum „Skyhigh Mount Dandenong“. Für die wunderschöne Aussicht von der Terrasse muss man leider bezahlen, der Ausblick war es aber locker wert.

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Von hier sollte auch unser Rundwanderweg starten. Tat er auch, nur gab es nach dem Start keinerlei weitere Hinweisschilder und nach einiger Zeit merkten wir, dass wir wohl in die falsche Richtung unterwegs waren. Zum Glück hatten wir noch Offline Karten auf dem Handy, da unsere Route leider nicht mehr mit dem Plan (abfotografierte Karte vom Startpunkt) übereinstimmte. Noch dazu ging es steil und steinig bergauf und bergab. Am Ende wurden aus geplanten zwei Stunden leider vier und die Abenddämmerung kroch schon herein, als wir endlich das Auto erreichten. Die tolle Aussicht auf Melbourne war leider nicht wirklich gegeben, da wir auf den falschen Tracks unterwegs waren. Am besten vorher auf den Nationalpark Seiten informieren oder einen Einheimischen fragen.

Unser finaler Tipp für die Dandenongs: am Besten über Nacht bleiben und in einem der unzähligen kleinen Hotels oder Gasthäusern schlafen, einen Ausflug machen, durch die Wälder streifen und in den Restaurants und Cafés schlemmen. Gern wären wir länger geblieben, mussten aber das gemietete Auto am Abend abgeben. Dandenongs, das war sicher nicht unser letzter Besuch.

kussmundFranzi

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Wir sind Carsten und Franzi und sagen "Herzlich Willkommen" beim Scheibenknutscher. Dies ist unser Weltreise Blog. Mehr Infos gibt es hier: Über uns.

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(Stand 16. Jan. 2016)

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