11 Tipps für einen ersten Besuch in Sydney

1. „Kostenlose“ Stadtführung - drei Stunden zu Fuß durch die Innenstadt

Jeden Tag um 10:30 Uhr und um 14:30 Uhr starten direkt am Rathaus die „Free Guided Walking Tours“. Halte Ausschau nach den Stadtführern in grasgrünen T-Shirts oder Jacken. Du kannst bis zum Ende mitlaufen oder auch zwischendurch aussteigen. Das Konzept dieser Touren kennen wir bereits aus vielen europäischen Großstädten. Entwickelt wurde das Konzept, damit jeder seinem Budget entsprechend auch ein wenig über das jeweilige Reiseziel erfahren kann. Ganz kostenlos ist es in der Regel nicht, denn es wird erwartet, dass man sich mit einem „Tip“, also Trinkgeld für die Tour bedankt, aber wie groß dieses ausfällt ist jedem selbst überlassen. Die Route für Sydney könnt ihr euch hier anschauen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind dabei und nebenbei gibt es Tipps zu Fortbewegung, schönen Aussichtspunkten, wo man Känguru essen kann oder ein Bier trinken sollte. Was immer an Fragen offen ist kann man auch zwischendurch loswerden. 

 

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2. Ein Besuch im Botanischen Garten

Der Botanische Garten von Sydney ist groß, direkt an der Sydney Oper und ein Besuch ist kostenlos. Es gibt eine Menge verschiedenster Pflanzen und wunderbar gewachsene Bäume zu sehen. Etliche Hinweistafeln erklären die Geschichte der Pflanzen und ob sie ursprünglich aus Australien sind oder eventuell mit den Einwanderern kamen. Einige Vogelarten tummeln sich rund um den kleinen Teich und wenn du noch keinen Ibis in der Innenstadt (Rathaus oder Hyde Park) gesehen hast, dann ist hier die beste Chance. Etwas weiter den Hügel hoch, nach dem Bambusgarten findest du eine Wiese auf der eine ganze Horde Kakadus heimisch ist und ihren Spaß mit den Touristen hat. Wir haben sogar gesehen, wie sich welche auf Leute setzten und füttern ließen. Direkt am Wasser entlang kannst du einen super Blick auf die Oper und die Sydney Harbour Bridge werfen. Dieser Ausblick eignet sich bestens für den Sonnenuntergang. Auch für Jogger ist dieser riesige Park ein Paradies. Auf der anderen Seite des Botanischen Gartens gibt es einen Ausblick auf die Australische Marine und im Sommer wird dort auch ein öffentliches Schwimmbad direkt am Wasser betrieben.

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3. Kaufe eine OPAL Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel!

Die OPAL Karte kannst du in vielen Geschäften kaufen (umsonst) und dann auch gleich aufladen. Wenn du acht Fahrten innerhalb der ersten Tage hinter dir hast, dann fährst du für den Rest der Woche umsonst. Dies gilt für den Innenstadtbereich und die Fähren (Achtung, die Fähren haben verschieden lange Strecken und Preise). Für diese acht Fahrten musst du ein wenig tricksen, um es vielleicht für 20AU$ (ca. 13€) zu schaffen. Am günstigsten sind Busstrecken für 2,10AU$ (bis zu drei KM als Strecke). Damit es als zwei Fahrtstrecken gilt müssen zwischen den Fahrten min. zwei Stunden Zeit vergehen. Und es gibt ein Tagesmaximum von 7,50AU$, also pro Tag kann dieser Betrag nicht überschritten werden. Sonntags kannst du mit dieser Karte für 2,50AU$ im Stadtbereich von Sydney bewegen. Wir haben unsere Karte insgesamt mit 30AU$ (ca. 19€) aufgeladen, da wir öfters die U-Bahn (T für Train) genutzt haben und dafür 3,38AU$ berechnet werden. Du kannst natürlich auch bezahlte Bustouren oder Hop-On-Hop-Off Busse buchen, aber mit ein bisschen Vorabinformation ist die OPAL Karte eindeutig das günstigste Fortbewegungsmittel. Die nützlichsten Links im Überblick:

Tipp: Vom (oder zum) Flughafen kommst du am günstigen mit dem Bus 400 Richtung Bondi Beach (zwei Stationen, die erste ist das Domestic Terminal am Flughafen, die nächste aussteigen) und kannst dann umsteigen in den T(rain) an der Station Mascot. Wenn du Zweifel hast einfach die sehr netten Busfahrer ansprechen, da es weder Ansagen der Haltestellen noch große Haltestellenschilder gibt. Mit dieser Option sparst du dir den teureren Airlink Zug für 17 AU$.

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4. Mit der Fähre bis nach Manly fahren und den Sonnenuntergang genießen

Einen unseren schönsten Momente hatten wir direkt an unserem Ankunftstag. Da es Sonntag war, konnten wir mit der Fähre nach Manly übersetzen ohne ca. 15AU$ für Hin- und Rückfahrt zu zahlen. Wir genossen dabei die untergehende Sonne über dem Hafen, der Oper, der Harbour Bridge und dem Fort Denison. Manly selbst ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für die Surfer bietet sich hier neben Bondi einer der beliebtesten Spots im Stadtgebiet. Dafür muss man sich nur einmal durch die ca. zwei Kilometer lange Einkaufsmeile begeben. Es gibt genug Angebote der örtlichen Surfschulen und auch für Übernachtungen ist gesorgt. Die Einkaufsstraße ist lebendig und in den Seitenstraßen haben sich jede Menge nette kleine Cafés, Restaurants und Bars angesiedelt. Direkt am Hafen trifft man sich entweder im Bayrischen Brauhaus (ja du liest richtig) auf ein deutsches Weizenbier oder in den etwas schickeren Restaurants auf einen Wein. Wir haben nichts in Manly konsumiert, aber das CHICABONITA war gut gefüllt und sah absolut gemütlich und einladend aus.
Tipp: Wenn du noch nicht so viele bunte Papageien in freier Wildbahn gesehen hast, dann geh am Anleger der Fähre, nach den Restaurants, nach links und schau in die Bäume.

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5. Surry Hills, Darlinghurst, Paddington, The Rocks - lebendige Stadtviertel

Oft liefen wir zu Fuß durch die Straßen der einzelnen Viertel und ließen uns treiben. Die Stadtviertel verändern sich und jedes hat seinen eigenen Charme. Paddington ist das Studentenviertel und hier finden sich besonders viele Cafés, Take-Away Restaurants und kleine Designerläden. Wer auf Mode steht sollte sich rund um den Paddington Market bewegen. Darlinghurst bietet besonders viel für die Nachteulen. An jeder Straßenecke finden sich coole Pubs, Bars und Nachtclubs. Egal ob Bier oder Cocktail hier findet sich etwas für jeden Geschmack und vor allem für jedes Budget. Wer auf Kunst und wirkliche Individualität steht der sollte in Surry Hills vorbeischauen. Individuelle Läden mit handgemachter Kleidung, Einrichtungsgegenständen, kleine Barber Shops (Frisör) wechseln sich ab mit Kunstgalerien, Designstudios und Theatern. Nach einem anstrengenden Stadtbummel können wir die Surry Hills „The Winery“ empfehlen. Lokale Weine und Craftbeer, hervorragendes Essen. Die Süßkartoffelpommes mit Rosmarinsalz waren der Knaller.
Tipp: Gelato Messina, 241 Victoria Street - schaut euch einfach nur die vielen Sorten an und probiert. Das Personal ist super freundlich und spendabel. Persönliche Empfehlung: Salted Caramel and White Chocolate!

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6. Bondi Beach

Egal ob du selbst surfst oder nicht, das muss man einmal gesehen haben. Jung und Alt stürzen sich hier bei jedem Wetter in die Fluten (wir hatten ca. 10° Celsius und Wind). Selbst im Winter sieht man Jogger in kurzer Hose und oberkörperfrei; Surfer die nur mit Neopren (oder halb nackt) mit Flip Flops oder barfuß durch die nahegelegenen Straßen rennen. Die Promenade ist ein Traum und man kann auch einen halbstündigen Spaziergang rechts des Strandes machen, um einen noch besseren Blick auf die Surfer zu erhaschen. In den ersten drei Straßen vom Strand findet man hauptsächlich Cafés, Restaurants, Tattooläden, Surfershops für Kleidung und Equipment, sowie Hotels und Backpackers. Geht man noch ein wenig weiter ist Bondi eine hippe Wohngegend mit kleinen Häusern und Villen.
Tipp: Einen gemütlichen Nachmittag im Café (ganz ohne Internet) unbedingt im „Gertrude and Alice“ verbringen und wer Bücher liebt, sollte mehrere Besuche einplanen. Der Kaffee ist richtig gut und das Essen der anderen Gäste sah lecker aus. Es gab eine große Auswahl an vegetarischen Speisen.

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7. Ein Besuch in einem der unzähligen kostenlosen Museen

Da es unser erster Besuch in Sydney war hatten wir leider nicht genug Zeit (bzw. zu schönes Wetter) um uns den vielen, teils kostenlosen Museen der Stadt zu widmen. Die wichtigsten und empfehlenswertesten daher per Liste zum Stöbern und Nachlesen. (Es gibt noch mehr Museen, die teils einmal pro Monat kostenfrei besucht werden können. Wir haben uns auf die dauerhaft kostenlosen beschränkt.)

  • Art Gallery NSW (New South Wales - Bundesstaat in dem Sydney liegt) - Kunstmuseum mit Dauer- und wechselnden Gast-Ausstellungen
  • MCA Sydney - Museum of Contemporary Art - zeitgenössische Kunst, vor allem aus Australien und der Asien-Pazifik Region
  • White Rabbit - zeitgenössische chinesische Kunst, mit mehr als 1.400 Werken von über 500 Künstlern (ist komplett spendenfinanziert von der Neilson Foundation)
  • Nicholson Museum - Archäologiemuseum auf dem Universitätsgelände
  • Sydney Observatory - Sternwarte mit Ausstellungen zu Astronomie, Archäologie, Meteorologie
  • The Rocks Discovery Museum - Stadtteilmuseum mit zeitgeschichtlichen Artefakten zur Siedlungsgeschichte und Entwicklung des Stadtteils “The Rocks” 
  • The Mint - gebaut als erstes Krankenhaus (welches übrigens in Rum bezahlt wurde), kein wirkliches Museum, aber sehenswertes Gebäude, man kann die alte Goldpresse sehen (Münzherstellung = „The Mint“) oder die öffentliche Caroline Simpson Library & Research Collection besuchen oder durch das kleine Café und den Souvenirshop flanieren
  • Museum of Australian Currency Notes - Währungsmuseum, direkt neben The Mint und für die Numismatiker unter euch


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8. Chinatown

Als Start nach Chinatown wird oft ein Besuch von Paddys Market empfohlen. Wir wollen es lediglich erwähnt haben, aber chinesischen „Import Krimskrams“, billig produzierte Massenwaren mit Sportvereinen der jeweiligen Stadt oder den Nationaltieren, hat sicher jeder schon gesehen. Wer darauf steht, der sollte hier vorbeischauen, ansonsten kann man diese „Sehenswürdigkeit“ getrost auslassen. Chinatown streckt sich für mehrere Straßenzüge rund um die Markthallen, die Hauptstraße mit den Restaurants und Souvenirshops kann man kaum verfehlen. Einfach den Touristenströmen in die Dixon Street folgen. Die größte Vielfalt an Essen bekommt man in der Harbour Plaza und es gibt die verschiedensten asiatischen Küchen zu bestaunen. Die Preise sind ebenfalls die günstigsten, die wir so entdeckt haben. Empfehlen können wir den Oriental Dumpling King, für umgerechnet 6,30€ gab es eine riesige Suppe mit Udon Nudeln und fünf großen Dumplings - mega lecker! Falls ihr beim Laufen durch die Dixon Street eine riesige Schlange an einem Mini-Stand seht, stellt euch an, haben wir auch gemacht ohne recht zu wissen was wir bekommen. Ihr habt „Emperor’s Puffs“ gefunden. Es gibt kleine gefüllte Schmalzkuchen, die den perfekten Snack für den süßen Zahn zwischendurch bieten und einmalig günstig sind.
Tipp: Wer nicht genug von Chinatown bekommt, dem sei noch der „Chinese Garden of Friendship“ empfohlen. Dieser kostet derzeit 6AU$ Eintritt und befindet sich unweit von Chinatown in Richtung Darling Harbour. Rund um den Garten ist derzeit eine riesige Baustelle, da hier das neue Messe- und Unterhaltungszentrum der Stadt entsteht, welches gleichzeitig tolle Außenanlagen bekommt, damit die Menschen einen Rückzugsort und mehr Erholungsoasen in der Stadt bekommen.

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9. Queen Victoria Building

Shopping Malls gibt es so einige in Sydney, aber keine ist so schön wie das Queen Victoria Building. Lasst euch einfach durch die Halle treiben und versäumt es nicht auf die obere Etage zu gehen und einen Blick auf die eindrucksvollen Uhren zu werfen. Diese zeigen mit Witz Szenen aus der britischen und australischen Geschichte.
Viele der Malls und auch das QVB sind unterirdisch mit den “Train Stations“ über Gänge verbunden, wenn du einen schnellen Weg ohne Ampeln und Autos suchst, dann ab ins Untergeschoss mit dir.
Tipp: Bewege dich nah genug an den Hund vor dem Eingang (vom Rathaus kommend).

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10. A walk in the Park - Hyde Park

Wer genug von der Innenstadt hat, der kann dem Shoppingwahn oder Sightseeing entfliehen. Am Besten geht das im Hyde Park in der Stadtmitte. Direkt an der St Mary’s Cathedral sind etliche Sitzgelegenheiten mit schönster Aussicht auf die Kirche. Der Park selbst ist beliebtes Ziel für Musiker aller Art, die eine nette Abwechslung zum Straßenlärm bieten. Im Sommer lässt es sich auf den Grünflächen rund um den Archibald Brunnen aushalten.


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11. „The Arcades“

Die Arkaden sind eigentlich die früheren Shoppingzentren gewesen und verbinden einige der großen Straßen in Sydney. Die einzig gut erhaltene ist die „Strand Arcade“ in der sich einzigartige Läden, Designer und Cafés angesiedelt haben. Einfach durchlaufen und genießen. Es gibt noch einige dieser kleinen „Querstraßen“, die früher mal offizielle „Arcades“ waren. Ihr wisst es wenn ihr drin steht.

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