Mornington Peninsula

Falls noch nicht erwähnt: Couchsurfing funktioniert in Australien ganz wunderbar. Für diejenigen die das Konzept nicht kennen hier eine kleine Einführung. Couchsurfing ist eine (weitgehend) kostenlose Plattform zur Vernetzung von Gastgebern, die ihre Couch/ihr Bett für „Surfer“, also Reisende zur Verfügung stellen - umsonst. Jeder Gastgeber und Surfer hat ein Profil, in dem er etwas zu seinen Interessen, Reisen und seinem Zuhause schreiben kann. Man kann entweder direkte Anfragen an Gastgeber stellen oder einen „Public Trip“ erstellen mit seinen Reisedaten, Reiseort und einer kleinen Nachricht, dann können Gastgeber in ihrer Region sehen, wer demnächst bei ihnen in der Umgebung ein Bett suchen könnte. Mittlerweile wird die Plattform auch für Events und Verabredungen zu Aktivitäten genutzt. Wir sind jedenfalls dankbar, dass wir auf diesem Wege nicht nur umsonst geschlafen haben, sondern tolle und interessante Personen getroffen haben, die unsere Reise bereichert haben.


Über eben einen solchen „Public Trip“ hat sich auch Chloe bei uns gemeldet und uns gefragt, ob wir nicht ein paar Tage in Frankston auf der Mornington Peninsula (ca. 30 Minuten südlich von Melbourne) verbringen wollen. Das Angebot haben wir dankend angenommen.

DSC06591


Auf der Halbinsel gibt es süße kleine Dörfer, viel Weinanbau, wunderschöne Küstenstrecke am Ende der Halbinsel und ein paar aufstrebende Bierbrauereien. Wir haben es ruhig angehen lassen und das Zuhause auch für weitere Recherche, bloggen und zum Entspannen genutzt (auch wenn es bitterkalt drinnen war, weil die Australier keine Heizung im Haus haben, sondern meist nur Lüfter oder Klimaanlagen mit Warmluft). Unsere Ausflüge haben wir bis in die äußerste Spitze der Halbinsel gemacht. Dort gibt es einen kleinen Nationalpark mit etlichen Parkplätzen von denen man auf die Steilküste (Westseite) oder auf die Strandseite (östlich) schauen kann. Wir sind durch die kleinen, verschlafenen Strandorte Portsea, Sorrento in Richtung Dromana gefahren und haben statt des großen Freeways einfach die örtliche Landstraße benutzt. Wenn ihr euch in Dromana links haltet dann kommt ihr automatisch auf einen Berg (Safety Beach), von dort hat man bei guter Sicht einen traumhaften Ausblick über das Ende der Halbinsel und bis nach Melbourne. (Wir hatten eher Regenwetter, daher können wir diese Theorie leider nicht beweisen.)

DSC06600


DSC06602

Das schönste war, dass es hier wenig Touristen gab, wir oft Aussichtspunkte für uns allein hatten, oder einen netten Plausch mit Einheimischen führen konnten, weil man uns als Touristen erkannte und ansprach.

Ein weiterer Ausflug führte uns in die „Mornington Brewery“, eine in der Region bekannte, lokale „Craft Beer“ Brauerei („craft“ = handwerklich, „beer“ = Bier). Hier gab es hervorragende Holzofenpizza und leckeres Bier. Da Carsten leider fahren musste und es mir nicht so gut ging, verlief das Biertasting eher mau und wir haben nur das Lager probiert, welches aber sehr lecker schmeckte. Große Plakate erklärten die Geschmacksrichtungen der weiteren Biersorten und wer in der Region ist, sollte auf jeden Fall einen Abend bei Pizza und Bier einplanen.

mornington brewery


Chloe und ihr Freund Brendon waren tagsüber arbeiten, aber hatten am Abend meist etwas Zeit zum Quatschen. Sie reisen auch viel und oft und meist für ein paar Monate. Auf ihre Empfehlung hin besuchten wir dann auch vor der Rückkehr nach Melbourne die „Dandenongs“. Die Region liegt ca. eine Stunde östlich von Melbourne in den Bergen.

 

Dandenongs

dandenongsQuelle und Rechte ©Melbourne’s Dandenong Ranges Official Visitor Site


Wir fuhren früh los, da war einiges sehen wollten. Da wir aus dem Süden kamen entschieden wir uns für die Route über die Dörfer Belgrave (South), Kallista, Sherbrooke, Sassafras, Olinda bis zum Zielort Mount Dandenong. In ganz Melbourne und im Netz finden sich unzählige Informationen zur Region. Wir haben nicht zuviel geplant, sondern sind einfach losgefahren. Erste Anlaufstation war ein kurzer Waldspaziergang zum Sherbrooke Wasserfall. Bereits bei der Ankunft waren wir abgelenkt von den ganzen Papageien, die hier einfach rumflogen oder im Baum saßen. Uns begegneten an diesem Tag noch einige mehr.

Dandenong voegel
Der Weg zum Wasserfall erwies sich als halber Dschungel und wir waren mal wieder froh, mit Wanderschuhen unterwegs zu sein. Aufregend am Weg war auch die totale Stille des Waldes, lediglich die wunderschönen Vogelstimmen waren unser Begleiter und so staunten wir über die Ruhe und Friedlichkeit dieses Ortes.

DSC06639
Der eigentliche Wasserfall war recht klein und nicht sehr gut visibel, aber wir fanden den Ausflug trotzdem lohnenswert. Diese riesigen Bäume, Farne und die Naturbelassenheit des Ortes haben uns beeindruckt.

DSC06632
DSC06642


Neben diesem ausgewiesenen Wanderweg gibt es in den Dandenongs unzählige kleine Wanderungen von bis zu einer Stunde, aber auch einige Rundwanderwege, die mehrere Stunden dauern und verschiedene „Attraktionen“ beeinhalten. Zur Recherche fanden wir die folgenden Seiten am Hilfreichsten:

Ein Muss und beliebte Attraktion ist auch das Dörfchen Sassafras, das im Wesentlichen aus einer Hauptstraße, Cafés, Restaurants und kleinen Einzelhändlern besteht und durch seine (auf alt getrimmte) Architektur beeindruckt. Wir haben uns gegen „nur“ Durchfahren entschieden und sind ein wenig umhergelaufen, haben uns die Geschäfte angeschaut und auch mit einigen der Inhaber gesprochen, die sehr nett und auskunftsfreudig sind. Unsere Tipps für Sassafras:

1. Sich wie ein Kind fühlen bei „Geppetto’s Workshop“ (gibt es auch in Olinda)!

DSC06649
2. Hemmungslos Einrichten, Shoppen und vielleicht auch an zu Hause denken oder in meinem Fall an die beste Freundin! Smits & Bits ist leicht zu verfehlen, ihr findet den Laden direkt neben der Sassafras Sweet Co. Der Inhaber ist total nett und hat einen sehr verspielten, drolligen Hund, der die Gäste begrüßt.

DSC06651


DSC06652

3. Schlemmen und Genießen in einem der unzähligen gemütlichen Cafés. Wir waren im Café de Beaumarchais, würden aber ebenfalls einen Blick in Miss Marple’s Tearoom oder das wiedereröffnete King Henry Arts Cafe empfehlen.

DSC06656

Nach der Kaffeepause ging es dann gestärkt zum „Skyhigh Mount Dandenong“. Für die wunderschöne Aussicht von der Terrasse muss man leider bezahlen, der Ausblick war es aber locker wert.

DSC06658

DSC06668


Von hier sollte auch unser Rundwanderweg starten. Tat er auch, nur gab es nach dem Start keinerlei weitere Hinweisschilder und nach einiger Zeit merkten wir, dass wir wohl in die falsche Richtung unterwegs waren. Zum Glück hatten wir noch Offline Karten auf dem Handy, da unsere Route leider nicht mehr mit dem Plan (abfotografierte Karte vom Startpunkt) übereinstimmte. Noch dazu ging es steil und steinig bergauf und bergab. Am Ende wurden aus geplanten zwei Stunden leider vier und die Abenddämmerung kroch schon herein, als wir endlich das Auto erreichten. Die tolle Aussicht auf Melbourne war leider nicht wirklich gegeben, da wir auf den falschen Tracks unterwegs waren. Am besten vorher auf den Nationalpark Seiten informieren oder einen Einheimischen fragen.

Unser finaler Tipp für die Dandenongs: am Besten über Nacht bleiben und in einem der unzähligen kleinen Hotels oder Gasthäusern schlafen, einen Ausflug machen, durch die Wälder streifen und in den Restaurants und Cafés schlemmen. Gern wären wir länger geblieben, mussten aber das gemietete Auto am Abend abgeben. Dandenongs, das war sicher nicht unser letzter Besuch.

kussmundFranzi

Melbourne - Ein Liebesbrief in 14 Teilen

1. Free Guided Tour und die Innenstadt

Vom gleichen Anbieter wie in Sydney finden in Melbourne täglich zwei Touren statt, die an der State Library of Victoria starten. Die Tour deckt den CBD (Central Business District, also den Innenstadtring) ab und gibt einen sehr guten Überblick über Museen, Attraktionen, Essen und Ausgehen. Das einzige Manko ist, dass mit keiner Silbe der „Shrine of Remembrance“ erwähnt wurde (siehe Punkt 4). Ansonsten war die Tour spaßig, informativ und wie immer konnte man alle möglichen Fragen loswerden. Eine der zentralsten Straßen in Melbourne, die George Street wird bis 2018 umgebaut und komplett „autofrei“, daher wird es in Melbourne bis dahin zu großem Verkehrschaos kommen. Im CBD kann man sich kostenfrei mit der Straßenbahn bewegen und wenn ihr die anderen Stadtteile entdecken wollt, bietet sich die myki Card der örtlichen Verkehrsbetriebe an.

DSC06456

DSC06422

melbourne sights


2. Die Stadtteile von Melbourne

Melbourne wird noch schöner, wenn man sich außerhalb des CBD begibt. Jeder Stadtteil hat so seine Eigenheiten: South Yarra ist jung und hip (wie in Hipster) mit aufstrebenden Designern und schicken Cafés, St. Kilda ist das Gegenteil - urban, alternativ und hip (wie in Hippie). In Carlton finden sich die Australier italienischer Abstammung und somit auch viele italienische Restaurants, Pizzerien und Cafés. In Fitzroy und Collingwood gibt es Streetart, Diskotheken, Bars und Clubs und einen kulturellen Mix aus der ganzen Welt, der sicher nicht jedem zusagt. Lasst euch durch die Straßenzüge treiben, trinkt einen Kaffee oder ein leckeres Craft Beer und genießt das Nachtleben außerhalb des CBD. Konkrete Empfehlungen (siehe Punkt 5) können wir leider noch nicht liefern, denn die Zeit war einfach nicht ausreichend.

thedistricts

 

3. Harbour Park

Der westliche Bereich des CBD liegt direkt am Wasser. Rund um die Harbour Esplanade gibt es einige Geschäfte, Shoppingmöglichkeiten, Restaurants und einen tollen Ausblick auf den Hafen. Von hier starten auch Rundfahrten im Hafen. Wir können keinen Anbieter empfehlen, aber bei www.thatsmelbourne.com.au findet ihr eine gute Übersicht der verschiedenen Anbieter. 

Wir haben bei unserem Docklands (so wird das gesamte Gebiet genannt) Besuch ein großes Hafenfest miterlebt. Dadurch gab es überall Essenstände, Musik und verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen, die sich vorgestellt haben. Wir haben die Atmosphäre und den Ausblick auf den Hafen, die Segelschiffe und Yachten genossen. In der Nähe gibt es noch das „Harbour Town Shopping Centre“ mit einem großen internationalen Food Court und einem Riesenrad, von dem man die Aussicht genießen kann. Uns war das allerdings zu teuer und wir haben auf den Spaß verzichtet.

harbour

 

4. Shrine of Remembrance

Einige der denkwürdigsten Stunden unserer Reise verbrachten wir im Shrine of Remembrance” (wörtlich: Schrein der Erinnerung/des Gedenkens). Es ist Erinnerungsstätte, Museum, Huldigung der Soldaten, die für ihr Land in den Krieg zogen - alles in einem. 

Ursprünglich entstand das Monument als Gedenkstätte nach dem 1. Weltkrieg, es wurde jedoch stetig erweitert und bietet nun ein großes Besucherzentrum, eine umfangreiche Austellung zu beiden Weltkriegen und auch zur aktuellen Kriegsentwicklung in der Welt. Beeindruckt hat uns die „nicht nationalistische“ Sichtweise und die Darstellung aller politischer Lagen in der Welt zum Zeitpunkt der Kriege. Wir haben bei zwei Besuchen leider nicht alles geschafft, da wir jeweils zu spät ankamen und das Museum um 17 Uhr schließt.

Eine rührende Begegnung hatten wir kurz nach der Schließung. Jeden Abend ertönt die australische Nationalhymne und die Flaggen vor dem Museum werden offiziell eingerollt. Via Lautsprecherdurchsage werden die Besucher gebeten innezuhalten. Neben uns lärmte eine asiatische Gruppe beim Selfie produzieren und verhielt sich alles andere als angemessen. Direkt danach kam ein älterer Mann auf uns zu und bedankte sich für unsere Anteilnahme. Es war ein Obdachloser, er erzählte uns unter Tränen, dass sein Vater im Krieg fiel und er jeden Abend hierher kommt um ihm zu gedenken. Er bedankte sich mehrfach, fragte noch woher wir kamen, wünschte uns Glück auf all unseren Wegen und lief von dannen. Ich schaute Carsten an und war dankbar, dass wir zu Themen wie Respekt und Verhalten in anderen Ländern eine gleiche Einstellung haben. Die Asiaten hatten einen bitteren Beigeschmack bei dem Besuch eines so geschichtsträchtigen Ortes hinterlassen. 

Man sagt „Reisen bildet“ und ich glaube, dass uns unsere Reise noch mehr bewusst macht, wie friedlich, privilegiert und glücklich unsere Heimat in Deutschland ist. Unser Leben ist einzigartig und wir sollten nicht davon ausgehen, dass dies der Normalfall in dieser Welt ist. Ich bin dankbar, für meine Erziehung, meine Familie, meine Freunde und den tollsten Ehemann der Welt, der diese Werte teilt und versteht warum mich solche Begegnungen zu Tränen rühren.

shrineofremembrance

 

shrineofremembrance view

Entschuldigung für den kleinen Exkurs, aber es war mir wichtig, dies mal anzubringen! Nun geht es weniger gefühlsintensiv weiter.

 

5. Essen und Restaurants

Melbourne ist ein Traum für Essensliebhaber. Egal was ihr sucht, ihr werdet es finden. Chinatown, die griechische Gemeinde, Italiener in Carlton, Exklusives oder günstigen Streetfood, Märkte. Lasst euch treiben oder recherchiert vorher oder fragt einfach jemanden auf der Straße. Aber bitte umgeht die bekannten Ketten und probiert etwas anderes aus. 

Für diejenigen, die auf der Suche nach Kängurufleisch sind empfehlen wir das Napier Hotel in Fitzroy.

food

 

6. Chinatown

Eine der meistbesuchten Attraktionen ist das gesamte Viertel von Chinatown. Mehr zur Geschichte von Chinatown gibt es auf www.chinatownmelbourne.com.au. Wir haben uns ohne große Recherche aufgemacht und dabei kleine Straßen entdeckt, unendlich viele Restaurants, Bäckereien und ganze „Food-Halls“ in denen es alle verschiedenen asiatischen Küchen gibt. Gegessen haben wir dort, wo viele Menschen anstanden und es gab mega leckere Dumplings. Das Restaurant heißt Shanghai Street und findet sich unter dieser Adresse: 146 Little Bourke St, Melbourne VIC 3000, Australien. Ein Besuch im Chinese Museum“ wurde uns empfohlen, hierzu fehlte uns leider die Zeit.

chinatown

 

7. Verrückte und versteckte Bars

Überall im CBD soll es versteckte Hinterhof Bars geben. Ein paar davon sind natürlich nicht mehr ganz so geheim. Trotzdem war es für uns ein besonderes Erlebnis, als wir gerade eine neue Straße mit Graffitis gefunden hatten und zwischen Mülltonnen und Metalltüren ein unscheinbarer Eingang und ein Schild für eine Bar auftauchten. Wir hatten in der Free Guided Tour vom „Croft Institute“ gehört, uns allerdings nicht weiter Gedanken zum Weggehen gemacht und nun standen wir direkt in dieser Bar. Alles scheint hier etwas unheimlich und düster, aber der Bartender war super freundlich, es gab eine große Auswahl an Absinth und verschiedenen Cocktails. Vieles wird hier in Reagenzgläsern serviert. Zu den Drinks können wir leider nichts sagen, da es uns noch zu früh zum Trinken war.
Was wir allerdings ausprobieren mussten war die Empfehlung der „Berlin Bar“ in Chinatown. Diese Bar hat zwei Seiten - Ost und West. Deutlich getrennt, komplett unterschiedlich eingerichtet. Leckere Cocktails mit unschlagbar kreativen Namen und teils alten Rezepten haben uns einen tollen Abend mit „Flammenwerfer“ und „Ziege“ beschert.

Wer noch mehr Bars in Melbourne sucht kann hier schauen:

crazybars

 

8. Streetart

Streetart und Graffiti Kunst gehört zu Melbourne als Sehenswürdigkeit, wie der Eifelturm zu Paris, die Oper zu Sydney oder das Empire State Building zu New York. Ohne würde irgendwie etwas fehlen und es macht die Stadt zu einem besonders beliebten Ort für Künstler, Musiker und andere Freigeister. Alle was ihr zu den Kunstwerken und Örtlichkeiten wissen müsst, findet ihr in diesem Artikel.
Beim Spazierengehen in den Stadtvierteln, weit ab vom CBD, finden sich mindestens genauso schöne Kunstwerke. Das Flair ist einfach schwer zu beschreiben und für mich hat es diese Stadt nur noch schöner gemacht. Wegen der Vielfalt und Akzeptanz dieser Kunst mag ich Melbourne vielleicht ein ganz kleines bisschen lieber als Sydney.

DSC06472

 

9. Queen Victoria Market

Groß, vielfältig und alles was man braucht. Auf diesem Markt hat alles seinen Platz. Örtlicher Versorgungspunkt der Einheimischen, genauso wie Touristenmagnet. In den unendlich langen Gängen der Hallen findet sich frisches Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, Delikatessen und Spirituosen jeder Art. Im Außenbereich gibt es von bunten Stoffen, Technik, Lederwaren, kleinen Designlabels für Einrichtung und Kleidung bis zum Touristennippes alles, was das Herz begehrt. Plant Zeit ein, damit ihr auch das Treiben beobachten könnt. Schnappt euch einen Kaffee und setzt euch in der Mittelgang und schaut den Gauklern und Musikern zu, die die Leute unterhalten. Oft finden auch besondere Events, Themenmärkte oder Partys statt. Am besten schaut ihr vorher auf der offiziellen Webseite des Queen Victoria Market vorbei.
Das war definitiv ein guter Start ins Wochenende.

qvm

qvm 1

qvm 2

Tipp: Es gibt einen netten Blumenhändler der kleine Blumensträuße auslegt. Ihr könnt diese kostenfrei mit nach Hause nehmen. Schaut mal hier.

 

10. South Market

Noch ein Markt? Ja und es lohnt sich! www.southmelbournemarket.com.au

Der South Market ist wesentlich kleiner als der Queen Victoria Market, aber steht ihm in nichts nach. Dieser Markt ist weniger touristisch und wird von vielen Einheimischen genutzt. Außerdem gibt es ein wesentlich besseres Angebot an kleinen, frischen Restaurants direkt am Markt. Von süß bis deftig ist hier alles dabei, um sich am frühen Morgen zu stärken oder am frühen Abend den Tag mit einem leckeren Drink ausklingen zu lassen. Besonders für die häusliche Einrichtung gibt es hier viele individuelle Angebote von kleinen Händlern, Unikate quasi.
Würde ich in Melbourne wohnen, wäre ich hier wohl am Wochenende anzutreffen. Für mich hatte der Markt ein gemütlicheres Flair als der QVM. 

melbourne southmarket

 

11. Museen

Zeit für einen Museumsbesuch haben wir uns nicht genommen. Einige Museen in Melbourne sind kostenlos. Wir haben einige Empfehlungen während der „Free Guided Tour“ bekommen und diese aufgelistet.

  • Melbourne Museum - Geschichte und Naturkunde
  • National Gallery of Victoria - Kunstmuseum aus allen Teilen der Welt mit über 70.000 Exponaten, die Dauerausstellung sind kostenfrei zugänglich
  • Old Melbourne Gaol - Siedlungsgeschichte, der berüchtigte Stadtbürger Ned Kelly, Gefängnis- und Justizgeschichte der Stadt Melbourne
  • National Sports Museum - Australische Sportgeschichte
  • Hellenic Museum - Griechisches Kulturmuseum, Melbourne hat einer der größten griechischen Gemeinden außerhalb von Europa

 

12. Walk in the Park und der Botanische Garten

Von South Yarra aus lässt es sich wunderbar am Yarra River entlangschlendern. Hier treffen sich die Leute zum Entspannen, Joggen, Gassi gehen oder auf einen Spaziergang im Botanischen Garten, der direkt an den CBD grenzt. Man kann den Blick auf die Hochhäuser von Melbourne genießen, sowie auf das „Sportviertel“ mit dem Melbourne Cricket Ground, dem National Sports Museum, Olympic Park, der Rod Laver Arena (uvm.) oder die tolle Pflanzen- und Blumenwelt entdecken.

walkinthepark

walkinthepark seagull

 

13. Pinguine in St. Kilda

St. Kilda ist vor allem für sein pulsierendes Nachtleben und die schöne Strandpromenade bekannt, aber es gibt noch ein paar einzigartige Bewohner, die sich nur abends blicken lassen. Läuft man bis zum Ende des Piers findet sich die zweitgrößte frei lebende Pinguinkolonie in Australien. Es handelt sich um die „Blue Penguins“, die kleinsten ihrer Gattung. Jeden Abend kehren sie in ihr zu Hause auf die Felsbrocken am Pier zurück und lassen sich von Touristen bestaunen. In der Regel ist auch ein netter „Volunteer“ vor Ort, der mit einer roten Lampe hilft die kleinen Pinguine im Dunkeln auszumachen. Sie sind sehr lichtempfindlich und sollten daher weder mit Blitzlicht fotografiert, noch mit normalen Taschenlampen oder Handys angeleuchtet werden. Die Fotos sind leider nicht sehr gut geworden, was trotz Stativ dem mangelnden Licht zuzuschreiben ist. Die kleinen flauschigen Pinguine werden mir dafür umso mehr im Gedächtnis bleiben. Sie waren einfach zu knuffig, wie sie so vor uns von einer Felsseite auf die andere watschelten. Trotz kaltem Wind und leichtem Nieselregen war das ein ganz besonderer Abend.

st.kilda pier

penguins st.kilda

 

14. In der Nähe von Melbourne

Empfehlen möchten wir an dieser Stelle noch die „Dandenons“ und die „Mornington Peninsula“. Mehr dazu gibt es in einem separaten Artikel: hier!

Was wir leider nicht geschafft haben, aber von allen Seiten empfohlen wird und in jedem Australien Reiseführer vorkommt:

  • Philipp Island - größte Pinguinkolonie
  • French Island - rund 70% der Inselfläche sind Nationalpark
  • Great Ocean Road - sehenswerte Küstenstraße mit kleinen Ortschaften und traumhafter Landschaft
  • Kangaroo Island - drittgrößte Insel Australiens mit reicher Flora und Fauna und einem der ältesten Bienenschutzgebiete

 

Mein persönliches Schlusswort zu Melbourne

Melbourne hat mich in seinen Bann gezogen und ich möchte unbedingt zurückkommen oder vielleicht auch mal eine Zeit lang hier leben, um einzutauchen in diesen Mix aus konservativer Businesswelt und alternativen Kunst- und Kulturveranstaltungen. Wie immer reicht die Zeit als Tourist nicht annähernd aus, um eine Stadt vollkommen zu verstehen, aber für mich hat es zum Verlieben gereicht.

kussmundFranzi

Streetart in Melbourne

Melbourne ist anders als Sydney. Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Australien immer die augenzwinkernde Diskussion und Frage: „welche Stadt ist besser, schöner, beliebter“. Für uns hatten beide Städte ihren Reiz.


Melbourne ist bekannt für seine unzähligen Kunstmuseen, Ausstellungen, die Musikszene und überhaupt das Künstlerflair. Viele Straßen wurden mittlerweile freigegeben für Kunstprojekte, Streetart und Graffitis. Dies war nicht immer so und lange war die „Sprayer-Szene“ heimlich und illegal unterwegs. Erst durch ein Gesetz wurde es Hauseigentümern ermöglicht ihre Gebäude für Graffitis bzw. Streetart freizugeben, sodass die Künstler nicht mehr mit Verfolgung durch die Polizei rechnen mussten. Weitere Informationen dazu gibt es hier. Die Stadt hatte erkannt, dass auch diese Form von Kunst durchaus anziehend auf Touristen wirkt und so finden sich mitten zwischen Bürohochhäusern und der Anzugwelt zwei der beliebtesten Straßen, vollgepflastert mit Graffitis und Streetart. Die AC/DC und die Hosier Lane sollten auf jeden Fall bei einem Besuch in Melbourne nicht fehlen.

Da wir die Chance hatten uns auch außerhalb des CBD (Central Business District = Innenstadt) umzusehen, fiel uns auf, dass die Graffitis vollkommen normal in das Stadtbild eingefügt sind. In einigen Vierteln mehr, in anderen weniger. Auch die Bedeutung der Graffitis ist sehr unterschiedlich und wir wollen euch ein paar unserer Bilder zeigen, um einen Eindruck zu vermitteln wie vielfältig diese Szenerie ist. Diese Einschätzung ist rein subjektiv und spiegelt unsere eigene Meinung zu diesem Thema wider.

 

Persönliche Lieblinge

Dies sind gelungene Kunstwerke, die die Mauern der Stadt zieren und mich am Meisten beeindruckt haben. Allerdings fallen noch einige Bilder mehr in diese Kategorie, aber ich möchte euch nicht erschlagen, sondern nur einen Einblick geben. Wer sich besonders für diese Kunstform interessiert, sollte unbedingt bei www.melbournestreettours.com vorbeischauen.
DSC06503

DSC06466

 

DSC06472

 

Comics und Zeichentrickfiguren

Beliebte Leinwand- und TV-Charaktere haben es auch auf die Straße geschafft. 
comic streetart

 

„Plastische“ Streetart

Einige Künstler haben ihre Werke mit Alltagsgegenständen, Müll, aber auch Waffen „verziert“. Diese sind teilweise ins Mauerwerk eingearbeitet oder angeklebt und ergänzen somit die Graffitis. Außerdem gibt es Kunstinstallationen auch in anderen Bereichen. Mosaikbänke, Schuhe auf der Leine, Häkelkunst, geklebte Bilder, Pop-up Art mitten auf der Straße. Alles ist möglich.
plastic streetart

 

Düstere, gespenstische Atmosphäre

Auch die dunkle Seite der Menschen findet ihren Ausdruck. Seien es fiese Koalabären, Krabbeltiere oder Fans der Death-Metal-Szene. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
spooky streetart

 

Die schönste Form der Kunst - Protestieren und Aufmerksamkeit erregen

Auch hier sind einige meiner Lieblingsbilder dabei. Bilder von Ureinwohnern, Demonstrationen gegen den Krieg, für Kinderfreundlichkeit in dieser Welt, Versuche das Alltagschaos zu bewältigen oder auch Liebesbeweise an die Stadt.
meaning streetart

 

Immobilienbesitzer stellen ganze Wohnhäuser zur Verfügung

…und so entsteht eine einzigartige Stadtkultur. Oft sind wir einfach nur zufällig auf wunderschöne Graffitis gestoßen. 
DSC06763

DSC06746

DSC06767

DSC06764

 

 

Bleibt dran für weitere tolle Melbourne Tipps. Wir arbeiten mit Hochdruck. 

kussmundFranzi

Kuriose Fotos aus Melbourne

Heute gibt es für euch ein paar kuriose Sachen, die uns so in Melbourne begegnet sind. Einiges davon haben wir auf der Free Guided Tour erzählt bekommen und können diese sehr empfehlen. 

Bleibt dran, denn ganz bald haben wir auch unsere wunderschönen Tage in und um Melbourne für euch zusammengefasst...hoffentlich...

Und jetzt viel Spaß mit den Bildern…

 

Überall in Melbourne scheint es Batman zu geben. Batman Avenue, Batman Park, Batman Market, Batman Street. Eigentlich sollte Melbourne mal “Batmania” heißen. All dies hat jedoch nichts mit Gotham City oder einer Fledermaus zu tun, sondern mit einem der ersten Siedler in Melbourne - John Batman.
1 batmania

 

In Melbourne wurde der achtstündige Arbeitstag erfunden bzw. erkämpft. Gewerkschaften kämpften überall in der Welt zwischen 1830 und 1860 für ähnliche Forderungen. Erstmals erfolgreich waren jedoch die Steinmetze in Melbourne im April 1856. Eine Statue in Nähe der Handelskammer von Victoria erinnert daran und die Einheimischen sind mächtig stolz auf diese Errungenschaft“.
2 8hourworkingday

 

Habt ihr schon mal gesehen, dass jemand mit einer Katze „Gassi geht“? Nun ja, wir auch nicht, bis zu unserer Free Guided Tour durch Melbourne.
3 catwalking

 

Eine kleine Oase inmitten des Shoppingwahns all der Malls und Einkaufsstraßen. Ich wäre gern länger geblieben, aber hatte nicht einmal Tauschmaterial dabei. Die genaue Örtlichkeit und weitere nette Infos zu Melbourne gibt es hier: http://www.theworldlovesmelbourne.com/lifestyle/arts-culture/106-melbourne-central-little-library-literary-gem-in-the-cbd.html
4 little library

 

Das Princess‘ Theatre“ - In diesem Theater bleibt bis heute ein Sitz in jeder Vorstellung frei. Dieser ist reserviert für den Geist des Hauses. Ein Schauspieler erlitt 1888 während der Aufführung des Faust einen Herzinfarkt, in dem Moment, als er als Mephisto unter der Bühne verschwand, verstarb er. Seine Schauspielkollegen des Abends schwörten jedoch ihn zur Verbeugung mit auf der Bühne gesehen zu haben.
5 princess theatre

 

Asiaten in Chinatown versuchen sich an französischer Patisserie. Das hat uns so neugierig gemacht, dass wir unser Dessert in der „Sweetie & Moustache Dessert Lounge“ einnahmen. Es gibt hier eine Variation des französischen „Milles Feuilles“, eigentlich ein geschichteter Blätterteig mit Sahne und/oder Creme und Früchten. Hier waren es dünne Crepes mit verschiedenen Cremefüllungen, wie z.B. auch japanischer Matchatee u.ä. Geschmack war übrigens ok, aber nicht herausragend, eher etwas langweilig. 
6a vitrine

Schöner war die Einrichtung, sodass wir direkt neben dieser wunderschönen Treppenhausverzierung saßen.
6b fairytale

 

A propos Chinatown: auch die Autos waren hier etwas anders dekoriert, als im Rest der Stadt.
7 chinatowncar

 

Und noch mehr zu den Autos: Australier dürfen ihre Autokennzeichen wohl selber verändern. Wir haben sehr viele kreative Namen auf Autos gesehen, konnten jedoch nur Weniges dokumentieren. Genaue Informationen dazu ließen sich ohne Weiteres nicht finden. Offiziell gibt es ein System aus Zahlen- und Buchstabenkombinationen, die die Bundesstaatzugehörigkeit anzeigen.
8 hotdogcar

 

Verrückte Shows und Events in der ganzen Stadt. Zufällig vorbei gestolpert sind wir an diesem tollen Gebäude.
9 witchesinbritches

Die Dinnershow mit Essen, Grusel und Tanz ist recht erschwinglich. Weitere Information gibt es hier: http://www.witchesinbritches.com.au/

 

kussmundFranzi

Die ursprüngliche Entscheidung für die Strecke Sydney - Melbourne, entlang der Küste der beiden Bundesstaaten New South Wales und Victoria, war bei der Buchung im letzten Jahr noch nicht so ganz klar. Im Laufe der Zeit holten wir uns viele Meinungen und Erfahrungsberichte von Australien Besuchern ein und machten uns unsere eigenen Gedanken dazu. Natürlich empfehlen einem viele den Norden, die Goldküste oder das Great Barrier Reef. Wir wollten allerdings abseits der typischen Touristenstrecken unseren eigenen Weg entlang der Küste erkunden. Letztendlich entschieden wir uns, auch aus privaten Gründen dafür, nämlich um die Verwandten eines guten Freundes etwas südöstlich von Canberra (bei Bega) zu besuchen und etwas von dem lokalen australischen Leben und dessen Kultur hautnah zu erfahren.

Doch beginnen wir ganz am Anfang.

JavaScript must be enabled in order for you to use Google Maps.
However, it seems JavaScript is either disabled or not supported by your browser.
To view Google Maps, enable JavaScript by changing your browser options, and then try again.


(externer Link)



Blue Mountains und Jenolan Caves

Nachdem wir unseren Mietwagen am Flughafen abgeholt hatten, führte uns unser Weg als ersten Stopp in die Blue Mountains westlich von Sydney. Bekannt für die „Three Sisters“, gibt es doch weitaus mehr als nur diese Steinformation und deren Aussichtsplattform. Das Gebiet ist riesig und besteht aus kilometerlangen Gebirgsketten, steilen Abhängen, Wasserfällen, Wäldern und Wanderwegen verschiedener Dauer und Schwierigkeitsstufen. Wir fuhren in ein kleines verschlafenes Städtchen namens Katoomba. Unser erster Eindruck der Region war von riesigen Rauchwolken geprägt. An diesen Tagen wurden (mal wieder) einige Wälder, kontrolliert, abgebrannt um größere Brände im Hochsommer zu vermeiden. Wie wir im Laufe der Reise festgestellt haben, ist dieses regelmäßige Abbrennen der Wälder absolut normal und die gängige Praxis der Regierung.

Nach unserer Ankunft fuhren wir in das örtliche Besucherzentrum um uns eine Wanderkarte für den nächsten Tag zu besorgen. Am Abend lernten wir beim Kochen im Hostel wieder einmal zwei Deutsche kennen. Sie waren für ein Jahr auf Kiribati (eine Insel im Südpazifik) im Auftrag einer deutschen Kirchenmission und halfen dort als Lehrer und Betreuer in einer Schule aus. Auf ihrem Rückflug nach Deutschland durften sie noch eine Woche Urlaub in Australien verbringen. Für die Nacht waren Temperaturen um die null Grad angesagt. Vor ein paar Wochen hatte es in den Blue Mountains sogar noch geschneit! Alle Betten waren zum Glück mit Heizdecken ausgestattet und es gab weitere Wolldecken obendrauf. Dass die Australier es mit Heizungen und doppelglasigen Fenstern nicht so haben, hatten wir bis dato noch nicht ganz realisiert. Gefroren haben wir diese Nacht jedoch nicht.

Am nächsten Morgen ging es nach einem kräftigen Frühstück zum Start des großen Wanderweges „1000 Steps“ (1000 Stufen). An dieser Stelle befindet sich ebenfalls eine beliebte Touristenattraktion -die „Scenic World“. Wir schauten uns kurz um und waren interessiert an den Preisen. Man kann zwischen einer Seilbahnfahrt über den Abhang zur anderen Seite der Klippe, einer Seilgondel oder einem kleinen einspurigen Zug nach unten ins Tal wählen. Die Preise und der Touristenandrangs sind hoch. Besonders beliebt scheint dieses Ausflugsziel bei Asiaten zu sein. Wir starteten direkt neben der „Scenic World“ unsere Wanderung und entdeckten dabei immer wieder kleine und größere Wasserfälle (z.B. den „Witches Leap“ - witch = Hexe, leap = Vorsprung in einem Berg - Könnt ihr im zweiten Bild etwas in der Steinformation erkennen?), beeindruckende Ausblicke auf die Klippen und das Tal und eine sehr interessante Baum- und Pflanzenvielfalt. Unten angekommen trafen wir auf die Touristen der Gondelbahn und des Zuges. Gerne wären wir hier noch etwas weitergelaufen bzw. zu Fuß wieder nach oben gewandert, jedoch waren am unteren Ende (vielleicht bewusst?) keine Toiletten vorhanden. Somit entschieden wir uns, die Gondelbahn zusammen mit den anderen Touristen auf dem schnellen Weg (ca. drei Minuten) wieder nach oben zu fahren, was uns ca. 25€ kostete.

BlueMountains1
BlueMountains2
BlueMountains3
BlueMountains4
Wir hätten hier in dem Gebiet noch Stunden oder Tage mit Wandern verbringen können, doch wir hatten nur zwei Tage für die Blue Mountains eingeplant. Noch am Nachmittag fuhren wir ein Stück weiter zu den Jenolan Caves, den ältesten zugänglichen Kalksteinhöhlen der Welt (340 Millionen Jahre). Der Weg dorthin war länger als gedacht und abenteuerlich, denn er führte durch enge Serpentinen und an steilen Abhängen der Blue Mountains entlang. Jedoch war das Ziel die Reise wert, denn es gab insgesamt 11 von 20 erschlossenen Höhlen zu besuchen. Wir sahen unsere ersten Wombats und Kängurus, leider nur tot am Straßenrand. Wir erwischten eine der letzten beiden Führungen. Mit einer kleinen Touristengruppe und einem Führer ging es gegen halb sechs in die Unterwelt der „Chifley Cave“. Natürlich kennt man Tropfsteinhöhlen aus Deutschland (z.B. die Marienglashöhle oder die Feengrotten in Thüringen), doch das was wir hier gesehen haben, entsprach einer anderen Dimension. Mehrere aneinander und übereinander gelagerte riesige Höhlen gab es hier zu bestaunen. Wir wurden über Treppen und schmale Tunnelgänge durch mehrere Räume geführt. Die Führung ging viel zu schnell vorbei, während wir über die Entstehung der Höhlen und der verschiedenen Salzformationen aufgeklärt wurden. Der Führer hatte zwischendurch das Licht mehrfach auf eine Taschenlampe oder ein Feuerzeug reduziert, um zu zeigen, wie im 19. Jahrhundert die Höhlen erforscht und erste Führungen mit Touristen durchgeführt wurden.
Der Preis für eine Höhlenführung für einen Erwachsenen betrug 20€. Jede weitere Buchung ist um 50% reduziert. Direkt an den Höhlen ist es auch möglich zu übernachten. Das ermöglicht mehrtägige Höhlentouren. Weitere Infos findet ihr auf der oben genannten Webseite.

JenolanCaves
Einen großen Reiz hatte die angebotene Nachtführung von 20-22 Uhr, welche eine Tour durch verschiedene Höhlen abseits der üblichen Pfade und Geschichten über Geister und Legenden versprach. Doch nach dem anstrengenden und aufregenden Tag und der bevorstehenden Rückfahrt durch die Berge bei Dunkelheit konnten wir daran leider nicht mehr teilnehmen und machten uns wieder auf dem Weg zurück nach Katoomba.

Wollongong & Kiama

Für die nächsten Tage entlang der Küste war leider schlechtes Wetter angesagt. Es regnete fast durchgehend von früh bis spät und wir hielten uns mehr im Auto oder in Cafés auf um dem Regen zu entfliehen. Trotzdem versuchten wir Übernachtungen per Couchsurfing zu bekommen, was erstaunlich gut gelang.
Wir fuhren durch kleine beschauliche Küstenstädtchen wie Wollongong, Kiama oder Vincentia meistens mit langen Stränden, vielen Bars, Cafés und schönen Strandmeilen. Im Sommer bei entsprechenden Temperaturen sind diese Orte sicherlich sehr reizvoll.
Immer wieder verblüfft sind wir auch von den Öffnungszeiten von normalen Geschäften, sowie Cafés. Die meisten schließen (selbst am Wochenende) schon um 16 oder 17 Uhr. Bis auf Bars, Restaurants und Supermärkte ist dann in den Kleinstädten abends nicht mehr viel los und die Straßen wirken wie ausgestorben.
Wollongong hat eine wunderschöne Strandpromenade an deren Ende sich ein großer Leuchtturm befindet. Ein paar Kilometer weiter in  Kiama ist das Blowwhole an der Steilküste sehr zu empfehlen. Leider waren wir tagsüber bei zu wenig Seegang vor Ort, sodass leider kein Wasser empor spritzte.


onthewaytoTathra

Bega, Tathra und Potoroo Palace

In Bega hatten wir große Erwartungen an den Besuch der Käsefabrik „Bega Cheese Factory“. Leider wurden wir enttäuscht und fanden vor Ort lediglich ein sehr kleines Besucherzentrum vor. Werksführungen oder direkte Produktionsstättenbesichtigungen sind leider nicht möglich. Neben einem kostenlosen Museum zur früheren Käseherstellung, mit alten Ausstellungsstücken, gab es ein Café und die Möglichkeit alle verschiedenen Käsesorten zu verkosten. Die Auswahl war groß, denn die Fabrik stellt aktuell ca. zehn verschiedene Sorten her, davon sind aber nicht alle im Handel erhältlich. Wir probierten uns durch die angebotenen Sorten und entschieden uns letzten Endes für ein großes Stück der Vintage Heritage Sorte. Dieser glänzte mit einem kräftigen und würzigen Geschmack. Alle anderen Käsesorten waren uns leider zu schwach im Geschmack. Wie überall in Australien wird Käse üblicherweise nicht als Schnittkäse, sondern im 500g Block verkauft. Während unsere Zeit in Australien konnten wir ein paar dieser Blöcke probieren, leider schmeckt nichts davon nach richtigem Käse, wie wir ihn aus Deutschland kennen.

BegaCheesefactory
Danach fuhren wir nach Tathra um den Bruder eines unserer besten Freunde zu treffen, der eine Australierin geheiratet hat. Wir wurden herzlich von Steffen und Amy empfangen, kochten zusammen und genossen leckeren Wein den wir auf dem Weg in einem kleinen Weingut verkostet und gekauft hatten und der leider nicht außerhalb von Australien zu bekommen ist (Two Figs Winery). Den Abend verbrachten wir mit Quatschen und dem Brettspiel Domination, dessen Spielprinzip und Komplexität uns sehr begeistert hat. Nebenbei konnten wir sehr viele Fragen an Amy loswerden (u.a. zur Schuluniform, den langen Nummern auf Briefkästen, den Buchstaben „L“ und „P“ auf den Autos). Am nächsten Morgen hatte Amy glücklicherweise frei und wir nutzten die halbe Stunde, in der der Regen Pause machte und begaben uns auf einen kleinen Spaziergang durch Tathra. Es ist wunderschön verschlafen, hat nur eine Handvoll kleine Alltagsgeschäfte und eine tolle Bucht mit Sandstrand. Wir fuhren nachmittags erneut nach Bega, um die nächsten Tage zu planen und noch etwas fürs Abendessen einzukaufen. Der zweite Abend ähnelte dem Ersten sehr, es wurde gekocht (Pizza auf Polenta Teig und ein Zitronenkuchen mit Baiserhaube), diskutiert und weitere Spiele gespielt. Wir genossen die gemeinsame Zeit mit Amy und Steffen sehr und waren doch etwas traurig, dass wir schon am nächsten Morgen aufbrechen mussten.

TathraCoast
TathraCoast2
BalconyViewSteffenandAmy
FoodatSteffenandAmy
Nach einem leckeren Frühstück verließen wir Tathra und fuhren zum Potoroo Palace, einer bekannten Tierauffangstation der Region. Hier sollten wir nun endlich unsere ersten Kängurus, Koalas, Wombats und weitere in Australien heimische Tiere antreffen. Die Tiervielfalt war riesig. Es gab jede Menge Papageien, Emus, Dingos und natürlich jede Menge Kängurus und Wallaby‘s zu sehen. Wie ihr den Fotos entnehmen könnt, waren die Kängurus und Emus sehr an den Menschen gewöhnt und fraßen uns aus der Hand. Nur die Koalas und Wombats ließen noch auf sich warten und waren an diesem Tag nicht oder kaum sichtbar. Anfangs noch trocken brach plötzlich wieder ein Regenschauer los und wir flüchteten uns ins Café. Bei einem warmen Tee und nah am Ofen, zum Trocknen der Kleidung kamen wir so mit dem Eigentümer ins Gespräch. Leider scheinen immer wieder „Freiwillige“ ihre Hilfe anzubieten, die dann nach einem halben oder ganzen Tag nie wieder erscheinen. Meistens verschwinden sie, wenn sie den Koala gestreichelt haben. Das war sehr traurig zu hören, denn er erzählte uns, dass sie auf freiwillige Helfer angewiesen sind, um die Anlagen in Schuss zu halten und die Tiere zu füttern. So lange wollten wir eigentlich nicht bleiben, aber da es jetzt doch kurz vor 14 Uhr war, nahmen wir noch, als Einzige, die Fütterungstour des Equidna mit. Equidna ist ebenfalls ein nur in Australien heimisches Tier, das eine Mischung aus Igel und Ameisenbär ist, aber weder mit dem Einen, noch dem Anderen verwandt. Danach gingen wir noch zu den Dingos, wo gerade ein Jungtier frisch in die Station gekommen war. Dieses hing sehr an ihm und der Ranger unglaublich an den Dingos. Dazu muss man wissen, dass alle australischen Tiere von der Regierung geschützt wurden und nicht gejagt oder getötet werden dürfen, alle außer Dingos. Diese sind in freier Wildbahn oft für das Reißen von Schafen und Hühnern bekannt und werden daher oft von Farmern gejagt. Mittlerweile konnte bewiesen werden, dass sie eine eigene Rasse darstellen und weder vom Hund, noch vom Wolf abstammen, wie jahrzehntelang vermutet. Eine „Dingo Foundation“ kämpft für den Schutz von Dingos und deren Lebensraum, aber es ist wohl ein sehr schwerer und harter Kampf.

PotorooMix
Potoroo Kangoo Koala Wallaby Emu

Vincentia - Mallacoota - Lakes Entrance

Das Wetter blieb unverändert - Regen, Regen, Regen. Wir erreichten Vincentia, einen kleinen Ort an einem Landausläufer, umringt von Seen an der einen Seite und dem Meer an der anderen. Wir schliefen bei einem sehr netten Couchsurfer, tauschten Reiseerfahrungen und Musikempfehlungen aus und diskutierten über die Flüchtlingspolitik von Deutschland/Europa und Australien. Auch das war nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Melbourne, denn bei dem Wetter und den kalten Temperaturen war uns nicht zum Verweilen zu Mute.
Der nächste Abend, die nächste Couchsurfingerfahrung. Wir fühlten uns zurück in die Vergangenheit versetzt, die wir aufgrund unseres jungen Alters nicht aktiv und bewusst erleben konnten. Bei der Suche nach der kostenlosen Übernachtung mussten wir immer sehr viele Personen anschreiben, denn meistens bekamen wir nur wenige Antworten auf unsere Anfrage zur Übernachtung, noch weniger mit einer positiven Nachricht. Dabei untergegangen war wohl die Couch eines älteren Herrn, in Frührente, der für sein Leben gerne Dinge sammelt und an Auktionen teilnimmt. In Mallacoota werden wir von einem kleinen Hund („Tilly“) begrüßt und das erste was wir im Hausflur der Wohnung sehen, ist eine riesige Flagge der DDR! Im Wohnzimmer finden sich ordentlich sortiert alte Uniformen, Mützen, Ehrenmedaillen und andere Requisiten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Wie sich herausstellte, sammelt und verkauft unser Gastgeber diese Dinge nachts bei eBay. Wir kochten zusammen und hatten interessante Gespräche bis wir erschöpft und auch etwas verwirrt, ob dieser Erfahrung, ins Bett fielen.

Mallacoota TipBeach
Mallacoota with SimonTilly
Nichtsdestotrotz nutzen wir in diesen Tagen jede (trockene) Chance rauszugehen, die Natur und die Küste, die wir uns doch explizit ausgesucht hatten, zu sehen. Simon, unser Sammler, wollte uns trotz des Regens am nächsten Morgen noch die schönsten Plätze in und um Mallacoota zeigen und so fuhren wir mit seinem Auto und Tilly durch die Gegend und an versteckte Buchten und Sandstrände. Tipp: wenn ihr mal hier seid, sucht den örtlichen Golfplatz, biegt auf die Straße ein, fahrt am Club vorbei (Achtung wilde Känguru-Herden) bis die Straße aufhört. Dort findet ihr einen verlassenen Strand und Wanderwege. Es gibt wie immer Toiletten und eine Barbecue Station zum Grillen.

Da es immer noch 500 Kilometer bis Melbourne waren quartierten wir uns noch eine Nacht in ein Motel in Lakes Entrance ein. Die Regenintensität ließ an Spaziergänge nicht denken und wir verbachten den Abend bei Tütensuppe und Wein in unserem Zimmer.

Am darauffolgenden Tag erreichten wir Melbourne. Das Wetter wurde zum Glück deutlich besser und wir freuten uns auf ein paar trockene und wärmere Tage mit einem gebuchten Bett im Hostel.
Wie immer bei Fragen gern kommentieren oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

kussmundCarsten & Franzi

11 Tipps für einen ersten Besuch in Sydney

1. „Kostenlose“ Stadtführung - drei Stunden zu Fuß durch die Innenstadt

Jeden Tag um 10:30 Uhr und um 14:30 Uhr starten direkt am Rathaus die „Free Guided Walking Tours“. Halte Ausschau nach den Stadtführern in grasgrünen T-Shirts oder Jacken. Du kannst bis zum Ende mitlaufen oder auch zwischendurch aussteigen. Das Konzept dieser Touren kennen wir bereits aus vielen europäischen Großstädten. Entwickelt wurde das Konzept, damit jeder seinem Budget entsprechend auch ein wenig über das jeweilige Reiseziel erfahren kann. Ganz kostenlos ist es in der Regel nicht, denn es wird erwartet, dass man sich mit einem „Tip“, also Trinkgeld für die Tour bedankt, aber wie groß dieses ausfällt ist jedem selbst überlassen. Die Route für Sydney könnt ihr euch hier anschauen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind dabei und nebenbei gibt es Tipps zu Fortbewegung, schönen Aussichtspunkten, wo man Känguru essen kann oder ein Bier trinken sollte. Was immer an Fragen offen ist kann man auch zwischendurch loswerden. 

 

DSC05921

DSC05930

DSC05937
DSC06003


2. Ein Besuch im Botanischen Garten

Der Botanische Garten von Sydney ist groß, direkt an der Sydney Oper und ein Besuch ist kostenlos. Es gibt eine Menge verschiedenster Pflanzen und wunderbar gewachsene Bäume zu sehen. Etliche Hinweistafeln erklären die Geschichte der Pflanzen und ob sie ursprünglich aus Australien sind oder eventuell mit den Einwanderern kamen. Einige Vogelarten tummeln sich rund um den kleinen Teich und wenn du noch keinen Ibis in der Innenstadt (Rathaus oder Hyde Park) gesehen hast, dann ist hier die beste Chance. Etwas weiter den Hügel hoch, nach dem Bambusgarten findest du eine Wiese auf der eine ganze Horde Kakadus heimisch ist und ihren Spaß mit den Touristen hat. Wir haben sogar gesehen, wie sich welche auf Leute setzten und füttern ließen. Direkt am Wasser entlang kannst du einen super Blick auf die Oper und die Sydney Harbour Bridge werfen. Dieser Ausblick eignet sich bestens für den Sonnenuntergang. Auch für Jogger ist dieser riesige Park ein Paradies. Auf der anderen Seite des Botanischen Gartens gibt es einen Ausblick auf die Australische Marine und im Sommer wird dort auch ein öffentliches Schwimmbad direkt am Wasser betrieben.

DSC05945
DSC05951

DSC05963
DSC05966
DSC05970


3. Kaufe eine OPAL Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel!

Die OPAL Karte kannst du in vielen Geschäften kaufen (umsonst) und dann auch gleich aufladen. Wenn du acht Fahrten innerhalb der ersten Tage hinter dir hast, dann fährst du für den Rest der Woche umsonst. Dies gilt für den Innenstadtbereich und die Fähren (Achtung, die Fähren haben verschieden lange Strecken und Preise). Für diese acht Fahrten musst du ein wenig tricksen, um es vielleicht für 20AU$ (ca. 13€) zu schaffen. Am günstigsten sind Busstrecken für 2,10AU$ (bis zu drei KM als Strecke). Damit es als zwei Fahrtstrecken gilt müssen zwischen den Fahrten min. zwei Stunden Zeit vergehen. Und es gibt ein Tagesmaximum von 7,50AU$, also pro Tag kann dieser Betrag nicht überschritten werden. Sonntags kannst du mit dieser Karte für 2,50AU$ im Stadtbereich von Sydney bewegen. Wir haben unsere Karte insgesamt mit 30AU$ (ca. 19€) aufgeladen, da wir öfters die U-Bahn (T für Train) genutzt haben und dafür 3,38AU$ berechnet werden. Du kannst natürlich auch bezahlte Bustouren oder Hop-On-Hop-Off Busse buchen, aber mit ein bisschen Vorabinformation ist die OPAL Karte eindeutig das günstigste Fortbewegungsmittel. Die nützlichsten Links im Überblick:

Tipp: Vom (oder zum) Flughafen kommst du am günstigen mit dem Bus 400 Richtung Bondi Beach (zwei Stationen, die erste ist das Domestic Terminal am Flughafen, die nächste aussteigen) und kannst dann umsteigen in den T(rain) an der Station Mascot. Wenn du Zweifel hast einfach die sehr netten Busfahrer ansprechen, da es weder Ansagen der Haltestellen noch große Haltestellenschilder gibt. Mit dieser Option sparst du dir den teureren Airlink Zug für 17 AU$.

DSC05861

 

4. Mit der Fähre bis nach Manly fahren und den Sonnenuntergang genießen

Einen unseren schönsten Momente hatten wir direkt an unserem Ankunftstag. Da es Sonntag war, konnten wir mit der Fähre nach Manly übersetzen ohne ca. 15AU$ für Hin- und Rückfahrt zu zahlen. Wir genossen dabei die untergehende Sonne über dem Hafen, der Oper, der Harbour Bridge und dem Fort Denison. Manly selbst ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für die Surfer bietet sich hier neben Bondi einer der beliebtesten Spots im Stadtgebiet. Dafür muss man sich nur einmal durch die ca. zwei Kilometer lange Einkaufsmeile begeben. Es gibt genug Angebote der örtlichen Surfschulen und auch für Übernachtungen ist gesorgt. Die Einkaufsstraße ist lebendig und in den Seitenstraßen haben sich jede Menge nette kleine Cafés, Restaurants und Bars angesiedelt. Direkt am Hafen trifft man sich entweder im Bayrischen Brauhaus (ja du liest richtig) auf ein deutsches Weizenbier oder in den etwas schickeren Restaurants auf einen Wein. Wir haben nichts in Manly konsumiert, aber das CHICABONITA war gut gefüllt und sah absolut gemütlich und einladend aus.
Tipp: Wenn du noch nicht so viele bunte Papageien in freier Wildbahn gesehen hast, dann geh am Anleger der Fähre, nach den Restaurants, nach links und schau in die Bäume.

DSC05864
DSC05874
DSC05882
DSC05887

 

5. Surry Hills, Darlinghurst, Paddington, The Rocks - lebendige Stadtviertel

Oft liefen wir zu Fuß durch die Straßen der einzelnen Viertel und ließen uns treiben. Die Stadtviertel verändern sich und jedes hat seinen eigenen Charme. Paddington ist das Studentenviertel und hier finden sich besonders viele Cafés, Take-Away Restaurants und kleine Designerläden. Wer auf Mode steht sollte sich rund um den Paddington Market bewegen. Darlinghurst bietet besonders viel für die Nachteulen. An jeder Straßenecke finden sich coole Pubs, Bars und Nachtclubs. Egal ob Bier oder Cocktail hier findet sich etwas für jeden Geschmack und vor allem für jedes Budget. Wer auf Kunst und wirkliche Individualität steht der sollte in Surry Hills vorbeischauen. Individuelle Läden mit handgemachter Kleidung, Einrichtungsgegenständen, kleine Barber Shops (Frisör) wechseln sich ab mit Kunstgalerien, Designstudios und Theatern. Nach einem anstrengenden Stadtbummel können wir die Surry Hills „The Winery“ empfehlen. Lokale Weine und Craftbeer, hervorragendes Essen. Die Süßkartoffelpommes mit Rosmarinsalz waren der Knaller.
Tipp: Gelato Messina, 241 Victoria Street - schaut euch einfach nur die vielen Sorten an und probiert. Das Personal ist super freundlich und spendabel. Persönliche Empfehlung: Salted Caramel and White Chocolate!

DSC05999
DSC06000
VictoriaSt Darlinghurst
DSC06052
IMG 1694

 

6. Bondi Beach

Egal ob du selbst surfst oder nicht, das muss man einmal gesehen haben. Jung und Alt stürzen sich hier bei jedem Wetter in die Fluten (wir hatten ca. 10° Celsius und Wind). Selbst im Winter sieht man Jogger in kurzer Hose und oberkörperfrei; Surfer die nur mit Neopren (oder halb nackt) mit Flip Flops oder barfuß durch die nahegelegenen Straßen rennen. Die Promenade ist ein Traum und man kann auch einen halbstündigen Spaziergang rechts des Strandes machen, um einen noch besseren Blick auf die Surfer zu erhaschen. In den ersten drei Straßen vom Strand findet man hauptsächlich Cafés, Restaurants, Tattooläden, Surfershops für Kleidung und Equipment, sowie Hotels und Backpackers. Geht man noch ein wenig weiter ist Bondi eine hippe Wohngegend mit kleinen Häusern und Villen.
Tipp: Einen gemütlichen Nachmittag im Café (ganz ohne Internet) unbedingt im „Gertrude and Alice“ verbringen und wer Bücher liebt, sollte mehrere Besuche einplanen. Der Kaffee ist richtig gut und das Essen der anderen Gäste sah lecker aus. Es gab eine große Auswahl an vegetarischen Speisen.

DSC05987
DSC05992
IMG 0440

 

7. Ein Besuch in einem der unzähligen kostenlosen Museen

Da es unser erster Besuch in Sydney war hatten wir leider nicht genug Zeit (bzw. zu schönes Wetter) um uns den vielen, teils kostenlosen Museen der Stadt zu widmen. Die wichtigsten und empfehlenswertesten daher per Liste zum Stöbern und Nachlesen. (Es gibt noch mehr Museen, die teils einmal pro Monat kostenfrei besucht werden können. Wir haben uns auf die dauerhaft kostenlosen beschränkt.)

  • Art Gallery NSW (New South Wales - Bundesstaat in dem Sydney liegt) - Kunstmuseum mit Dauer- und wechselnden Gast-Ausstellungen
  • MCA Sydney - Museum of Contemporary Art - zeitgenössische Kunst, vor allem aus Australien und der Asien-Pazifik Region
  • White Rabbit - zeitgenössische chinesische Kunst, mit mehr als 1.400 Werken von über 500 Künstlern (ist komplett spendenfinanziert von der Neilson Foundation)
  • Nicholson Museum - Archäologiemuseum auf dem Universitätsgelände
  • Sydney Observatory - Sternwarte mit Ausstellungen zu Astronomie, Archäologie, Meteorologie
  • The Rocks Discovery Museum - Stadtteilmuseum mit zeitgeschichtlichen Artefakten zur Siedlungsgeschichte und Entwicklung des Stadtteils “The Rocks” 
  • The Mint - gebaut als erstes Krankenhaus (welches übrigens in Rum bezahlt wurde), kein wirkliches Museum, aber sehenswertes Gebäude, man kann die alte Goldpresse sehen (Münzherstellung = „The Mint“) oder die öffentliche Caroline Simpson Library & Research Collection besuchen oder durch das kleine Café und den Souvenirshop flanieren
  • Museum of Australian Currency Notes - Währungsmuseum, direkt neben The Mint und für die Numismatiker unter euch


DSC05932

 

8. Chinatown

Als Start nach Chinatown wird oft ein Besuch von Paddys Market empfohlen. Wir wollen es lediglich erwähnt haben, aber chinesischen „Import Krimskrams“, billig produzierte Massenwaren mit Sportvereinen der jeweiligen Stadt oder den Nationaltieren, hat sicher jeder schon gesehen. Wer darauf steht, der sollte hier vorbeischauen, ansonsten kann man diese „Sehenswürdigkeit“ getrost auslassen. Chinatown streckt sich für mehrere Straßenzüge rund um die Markthallen, die Hauptstraße mit den Restaurants und Souvenirshops kann man kaum verfehlen. Einfach den Touristenströmen in die Dixon Street folgen. Die größte Vielfalt an Essen bekommt man in der Harbour Plaza und es gibt die verschiedensten asiatischen Küchen zu bestaunen. Die Preise sind ebenfalls die günstigsten, die wir so entdeckt haben. Empfehlen können wir den Oriental Dumpling King, für umgerechnet 6,30€ gab es eine riesige Suppe mit Udon Nudeln und fünf großen Dumplings - mega lecker! Falls ihr beim Laufen durch die Dixon Street eine riesige Schlange an einem Mini-Stand seht, stellt euch an, haben wir auch gemacht ohne recht zu wissen was wir bekommen. Ihr habt „Emperor’s Puffs“ gefunden. Es gibt kleine gefüllte Schmalzkuchen, die den perfekten Snack für den süßen Zahn zwischendurch bieten und einmalig günstig sind.
Tipp: Wer nicht genug von Chinatown bekommt, dem sei noch der „Chinese Garden of Friendship“ empfohlen. Dieser kostet derzeit 6AU$ Eintritt und befindet sich unweit von Chinatown in Richtung Darling Harbour. Rund um den Garten ist derzeit eine riesige Baustelle, da hier das neue Messe- und Unterhaltungszentrum der Stadt entsteht, welches gleichzeitig tolle Außenanlagen bekommt, damit die Menschen einen Rückzugsort und mehr Erholungsoasen in der Stadt bekommen.

DSC06037
DSC06040
DSC06046

 

9. Queen Victoria Building

Shopping Malls gibt es so einige in Sydney, aber keine ist so schön wie das Queen Victoria Building. Lasst euch einfach durch die Halle treiben und versäumt es nicht auf die obere Etage zu gehen und einen Blick auf die eindrucksvollen Uhren zu werfen. Diese zeigen mit Witz Szenen aus der britischen und australischen Geschichte.
Viele der Malls und auch das QVB sind unterirdisch mit den “Train Stations“ über Gänge verbunden, wenn du einen schnellen Weg ohne Ampeln und Autos suchst, dann ab ins Untergeschoss mit dir.
Tipp: Bewege dich nah genug an den Hund vor dem Eingang (vom Rathaus kommend).

DSC06016
DSC06019
DSC06021
DSC06022

10. A walk in the Park - Hyde Park

Wer genug von der Innenstadt hat, der kann dem Shoppingwahn oder Sightseeing entfliehen. Am Besten geht das im Hyde Park in der Stadtmitte. Direkt an der St Mary’s Cathedral sind etliche Sitzgelegenheiten mit schönster Aussicht auf die Kirche. Der Park selbst ist beliebtes Ziel für Musiker aller Art, die eine nette Abwechslung zum Straßenlärm bieten. Im Sommer lässt es sich auf den Grünflächen rund um den Archibald Brunnen aushalten.


DSC05981

11. „The Arcades“

Die Arkaden sind eigentlich die früheren Shoppingzentren gewesen und verbinden einige der großen Straßen in Sydney. Die einzig gut erhaltene ist die „Strand Arcade“ in der sich einzigartige Läden, Designer und Cafés angesiedelt haben. Einfach durchlaufen und genießen. Es gibt noch einige dieser kleinen „Querstraßen“, die früher mal offizielle „Arcades“ waren. Ihr wisst es wenn ihr drin steht.

DSC06014

 
kussmundFranzi & Carsten

Wer sind wir?

profilbild neu

Wir sind Carsten und Franzi und sagen "Herzlich Willkommen" beim Scheibenknutscher. Dies ist unser Weltreise Blog. Mehr Infos gibt es hier: Über uns.

Wo sind wir gerade?

Letzte Kommentare

Unnütze Fakten

Anzahl bereister Länder seit Start: 11

Anzahl Flüge: 15

geflogene Kilometer: 55.187

Flugzeit in Stunden: 72,12 (3 Tage)

geschossene Fotos seit Juli '15: 7.680 (~ 44,9GB)

unterwegs getroffene Reisende: 72

Fremde schießen Fotos von Carsten: 20x

Tastings (Bier, Whiskey, Wein): 19

Café Besuche für Blog und Recherche: 124
(Starbucks: 39, Burger King: 5, andere: 80)

 

(Stand 16. Jan. 2016)

TOP